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Hilferuf der Behörde

Arbeitskreis Seniorinnen und Senioren der GEW

16.06.2018 - Wilfried Meyer

Auch der Weserkurier berichtete schon am 2. Mai darüber:

Pensionären und Rentnern flatterte Anfang Mai der Brand-Brief Frau Bogedans ins Haus: Lehrkräfte dringend gesucht. Reaktivierung von Ausgeschiedenen, um den Lehrkräftemangel in den Schulen, der ständig steigt, zu beheben/zumindest die Folgen zu mindern. Von mittlerweile über 800 Angeschriebenen haben ca. 25 geantwortet. Nicht zugesagt wohlgemerkt. Einige haben auch kundgetan, dass sie nicht bereit sind, die von ihnen über Jahre kritisierten Sparlöcher jetzt zu füllen. So schreibt Kollegin Ursula Derstadt: „Die Situation, die wir jetzt vorfinden und die Sie in Ihrem Brief an mich beschreiben, ist schon lange vorhersehbar gewesen, und der Inkompetenz Ihres Hauses und Ihrer Vorgänger/innen geschuldet. Ich verfolge die Entwicklungen in den Schulen mit Sorge, bin aber nicht bereit, Versäumnisse, die in Ihrer verfehlten Bildungspolitik begründet sind, weiter durch mein persönliches und finanzielles Engagement auszugleichen.“ Und Gisela Frese meint: „Das erste Mal in meinem ehemaligen Berufsleben als Lehrerin drückte die Bildungsbehörde die Hoffnung aus, ich sei bei guter Gesundheit. Ich bin auch erfreut und überrascht über die Aussage, dass Lehrer*innen …. sich auf Unterrichten konzentrieren sollen, weil ich in den letzten Berufsjahren erlebt habe, wie immer umfangreichere, z.B. außerunterrichtliche Verwaltungsaufgaben, sozial und sonderpädagogische Tätigkeiten hinzukamen.

Und bei vielen überwiegt auch die Freude über ein Erreichen der Altersgrenze in relativer Gesundheit. So wollten die Senior*nnen dies auch bei Buten und Binnen ansprechen, die aus einem 1stündigen Interview dann 2 Sätze machten um 18.00 Uhr.

Antwortschreiben

Der Arbeitskreis hat ein Antwort-Schreiben an die Senatorin verfasst.

Die wichtigsten Punkte sind:

  • Mangelhafte Gewinnung und Ausbildung von Fachkräftenachwuchs trotz zigfacher Aufforderung durch Lehrkräfte-Eltern-Gewerkschaft
  • wieder zusätzliche Aufgaben der Schulleitungen
  • keine Angaben zu Arbeitsbedingungen-Geld
  • Aufgabenbeschreibung fehlt
  • Ansprechperson in Behörde fehlt
  • Angestellte sollten gute Angebote bekommen….

Vorwahljahr

Fraglich sind auch einige kursierende Aussagen aus der Behörde nach Arbeitszeitverlängerungen, Erschwerung von Teilzeitnahme und Angriffe auf die Altersteilzeit. Hier sollten wir im Vorwahljahr gut auf uns und die Betroffenen in den Schulen achten. Ein Antwortschreiben von Frau Bogedan ist uns bis dato nicht bekannt.

Nötig sind mehr Ausbildungsplätze, Einrichtung von Studienplätzen, Wiedereinführung der Studiengänge Deutsch als Fremdsprache, Sport, Arbeitslehre und eine massive Ausweitung des Faches Sonderpädagogik/Inklusion an Bremen Universität

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