GEW Bremen
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CoronaGEW: Menschen in Quarantäne müssen weiter unterstützt werden

Entzug der Entschädigungen für Ungeimpfte ist der falsche Weg.

20.09.2021 - Elke Suhr

Die GEW Bremen kritisiert die Entscheidung des Senats, Impfunwilligen in Quarantäne keine Entschädigung mehr zu zahlen.

„Wenn erreicht werden soll, dass sich mehr Erwachsene impfen lassen, dann muss dafür mehr, besser und kreativer geworben werden, statt den Druck auf die Ungeimpften zu erhöhen“

sagte die Landesvorstands­sprecherin der GEW, Elke Suhr. „Unter diesem Druck werden die Kollegien in den Betrieben und Einrichtungen gespalten.“

 Aber auch die Gesellschaft werde durch diese Regelung weiter gespalten. Die GEW weist darauf hin, dass gerade Menschen im Niedriglohnsektor durch diese Regelung an ihre Existenzgrenzen kommen könnten. Es bestehe die Gefahr, dass sie deshalb trotz Infektion weiter zur Arbeit gehen und dadurch wiederum andere gefährden.

„Wir rufen die Politik dazu auf, machbare Lösungen zu finden, die keine neuen arbeitsrechtlichen Fragen aufwerfen. Arbeitsschutzmaßnahmen müssen in allen Betrieben und Einrichtungen konsequent umgesetzt werden. Die Verantwortung für den Kampf gegen die Pandemie darf nicht auf die Beschäftigten geschoben werden“, so Suhr weiter.

„Bundeseinheitliche, transparente Regelungen könnten dazu beitragen, das Vertrauen in das Pandemiemanagement wieder zu erhöhen. Impfen ist ein Teil des Pandemiemanagements“,

sagte die Sprecherin der Bildungsgewerkschaft abschließend.

Für Nachfragen steht zur Verfügung | Elke Suhr