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CoronaGEW fordert Distanzunterricht ab Montag

In einem Onlinetreffen der GEW forderte das anwesende Personal aller Schulstufen vehement, dass alle Schulen im Land Bremen ab Montag in den Distanzunterricht wechseln, mit Betreuungsangeboten für jüngere Schüler*innen. Die Inzidenzzahlen in Bremen steigen wieder.

11.12.2020 - Elke Suhr

Bremen – „Es ist doch Augenwischerei jetzt immer noch zu behaupten, dass das Infektionsgeschehen in den Bildungseinrichtungen unerheblich sei“, sagt Elke Suhr, Landesvorstandssprecherin der GEW. „Bei einer Reihentestung an vier Bremer Schulen wurden 0,88% der Schüler*innen positiv getestet. Ein Inzidenzwert von 50 entspricht einem Prozentanteil von 0,05%. Wenn man also 0,88% in Inzidenzzahlen ausdrückt, entspricht dies einer Inzidenz von 880, bzw. auf zwei Wochen gerechnet 440.“ Elke Suhr: „Das ist alles andere als unerheblich, das ist dramatisch.“

Deshalb müsse das Infektionsgeschehen in den Schulen jetzt gestoppt werden, mit einem Wechsel in den Distanzunterricht zum Anfang der nächsten Woche.

„Darüber hinaus fordern wir die Verantwortlichen auf, die Zeit bis zum Ende der Ferien zu nutzen, um tragfähige Konzepte für einen funktionierenden Halbgruppen-Unterricht unter Pandemiebedingungen zu schaffen, mindestens bis zu den Osterferien“, so Suhr.

„Hierfür bedarf es z.B. guter Betreuungsangebote für die jüngeren Schüler*innen sowie Luftfilter für die Klassenräume, in denen die Räume durch das Lüften zu sehr auskühlen. Dadurch sollte es endlich auch in Schule möglich sein, sich an die wichtigen AHA-Regeln zu halten und gleichzeitig zuverlässige Lernangebote zu machen. Zudem können die Kinder und Jugendlichen dadurch ihre sozialen Kontakte erhalten und die Gesundheit aller Beteiligten wird geschützt.“ ergänzt GEW-Landesvor­standssprecherin Barbara Schüll.

„Die Maßnahmen, die bislang an den Schulen eingeführt wurden, haben an vielen Bildungseinrich­tungen genau das verhindert, was sie eigentlich hätten gewährleisten sollen, das Angebot von zuverlässigem Unterricht.“ so Schüll, „Z.B. entsteht durch das regelmäßige Lüften eine erhebliche Ablenkung, die zu einer großen Unruhe führt. Hinzu kommt, dass die Schüler*innen in unterkühlten Klassenräumen frieren.“

Für Nachfragen steht zur Verfügung:
Elke Suhr | Barbara Schüll