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CoronaGEW begrüßt Impfangebote für die Beschäftigten aller Schulstufen

Eine lange Forderung der GEW ist damit erfüllt - GEW bittet die Kolleg:innen, das Impfangebot anzunehmen.

29.04.2021 - Elke Suhr

„Wir freuen uns mit den Beschäftigten der weiterführenden Schulen darüber, dass auch diese jetzt Impfangebote erhalten“, sagt Elke Suhr, Landesvorstandssprecherin der GEW Bremen. „Wir hatten dies schriftlich und mündlich bei den Verantwortlichen wiederholt eingefordert. Jetzt hoffen wir, dass möglichst viele Kolleg*innen dieses Angebot auch annehmen.“

Auch wenn das Personal spätestens zum nächsten Schuljahr den vollen Impfschutz haben wird, gilt es weiter, die Schulen pandemiesicher zu machen.

Denn solange den Schüler:innen keine Impfangebote gemacht werden können, müssen diese und deren Familien weiter geschützt werden. Dazu müssen die Inzidenzzahlen in der gesamten Gesellschaft und spezifisch in dieser Altersgruppe gesenkt werden. Luftreiniger für die Klassenräume, regelmäßiges Lüften und das Einhalten der AHA Regeln muss vorerst weiter gelten.

Die Versäumnisse der Vergangenheit – der Rückbau von Studienplätzen im Bereich Lehramt im Land Bremen, fehlende Personalentwicklungskonzepte und nicht vorhandene Vertretungsreserven – wurden durch Corona noch sichtbarer: Die Personallage ist weiterhin sehr fragil, die Bildungsungerechtigkeit noch sichtbarer. Hier muss dringend nach gesteuert werden.

Schulen in Brennpunkten müssen signifikant besser ausgestattet werden, landeseinheitliche Sozialindikatoren müssen dabei eine Rolle spielen.

Im Sinne einer inhaltlichen Verarbeitung müssen die Pandemie und ihre Auswirkungen im Unterricht thematisiert werden, um mit den Schüler:innen ein tieferes Verstehen und auch im Sinne der Demokratie ein besseres Verständnis füreinander zu entwickeln und die Entstehung solcher Viren und anderer Gefahren für das Leben zu begreifen. Beispielhaft genannt werden sollte hier die Zerstörung des Lebensraums von Tierarten und der Klimawandel.

Auch wenn sich wieder eine Art von Normalität einstellt, bleibt die Erkenntnis, dass Bildung – so wie z.B. auch Krankenversorgung und Pflege – gemäß ihrer hohen Relevanz für das Leben aller Menschen anerkannt und finanziert werden muss. Mitarbeiter:innen im Bildungswesen sind systemrelevant.

Für Nachfragen steht zur Verfügung
Elke Suhr | Landesvorstandssprecherin

News aus anderen Bundesländern:

Foto: Pixabay / CC0

Wer öffnen will, muss impfen!  (Pressemitteilung der GEW Bremen vom 28.4.2021)

GEW fordert Impfangebote für Beschäftigte in allen Schulen

„Dem Personal der weiterführenden Schulen in Bremen müssen sofort Impfangebote gemacht werden“, fordert Corinna Genzmer, Stadtverbandssprecherin der GEW Bremen.

 „Das Personal der Schulen stellt sich nicht nur täglich vor wechselnde Klassen mit bis zu 16 Schüler*innen“, sondern es wird auch erwartet, dass das Personal die Schüler*innen beim Durchführen der Tests beaufsichtigt und teilweise unterstützt.

ergänzt Genzmer, „ Deshalb ist es umso notwendiger Impfangebote zu machen. Schließlich bekommen Menschen, die in Testzentren arbeiten, diese ebenfalls.“

In vielen anderen Bundesländern wird das Personal aller Schulstufen bereits geimpft, zuletzt hat auch Hamburg dies entschieden, Anfang Mai kommt auch Niedersachsen hinzu. „Bremen muss hier dringend nachziehen“, sagt GEW-Stadtverbandssprecher Andreas Rabenstein. Denn je schneller die Schulbeschäftigten geimpft sind, desto zuverlässiger kann wieder Präsenzunterricht stattfinden, den auch die GEW sich für alle Kinder und Jugendlichen wünscht.

Für Nachfragen steht zur Verfügung:
Corinna Genzmer | Stadtverbandsvorstandssprecherin der GEW Bremen

    GEW Bremen fordert vom Senat Impfangebote für alle Schulbeschäftigten (Perssemitteilung der GEW Bremen vom 24.4.2021)

    Je schneller die Schulbeschäftigten geimpft sind, desto zuverlässiger kann wieder Präsenzunterricht stattfinden, den auch die GEW sich für alle Kinder und Jugendlichen wünscht.

    „Nutzen Sie die Woche der Schulschließungen, um allen Beschäftigten aller Schulstufen Impfangebote zu machen“

    sagt Elke Suhr, Landesvorstandssprecherin der GEW. „Denn auch im Halbgruppen arbeitet das Personal in Schulen teilweise mit Gruppen von bis zu 15 Schüler* innen in Räumen, die nicht ansatzweise die von der von der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung verbindlich vorgeschriebene Größe von 10 Quadratmeter pro Person erreichen.“ Abstand ist hier weiterhin Fehlanzeige. Viele Bundesländer impfen bereits alle Schulbeschäftigten – nicht nur die der Grundschulen.

    Bremen – Wenn die Impfpriorisierung demnächst ganz aufgehoben wird, kann es bei der Terminvergabe wieder sehr eng werden. Personal, das in direktem Kontakt mit vielen Menschen und nicht in einem Büro arbeitet, wird es dann sehr viel schwerer haben, einen Termin zu vereinbaren. Deshalb muss diesen Personen jetzt sofort ein Impfangebot gemacht werden. Je schneller die Schulbeschäftigten geimpft sind, desto zuverlässiger kann wieder Präsenzunterricht stattfinden, den auch die GEW sich für alle Kinder und Jugendlichen wünscht.

    Für Nachfragen steht zur Verfügung
    Elke Suhr | Landesvorstandssprecherin
    Corinna Genzmer | Stadtverbandsvorstandssprecherin