GEW Bremen
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Frischluft

Frischluft oder neudeutsch Fresh-Air-Qualitymanagement

(das ist dies FAQ, was überall auftaucht!)

 

16.03.2014 - von Wilfried Meyer

Verehrte Leserinnen und Leser! Darauf möchte die Redaktion an dieser Stelle einmal diskret hinweisen, dass wir die Rubrik Frischluft deswegen Frischluft genannt haben, weil frische Luft immer wieder nötig ist. Sie wird vielfältig gebraucht und auch oft genutzt. Jede Pflanze, jedes Tier ist heutzutage darauf angewiesen, so auch die Lehrerin und der Lehrer. Auch die Bremer Kollegen brauchen sie. Zugegeben, hier herrschen noch nicht die Pekinger Luftverhältnisse, aber trotzdem. Man könnte noch die Hausmeister mit ihrer Schnappatmung anführen. Und in den dicken Backen mancher Schulleitung ist sie auch, heiße Luft. Oder die Fortbildungsteilnehmer am LIS und anderswo, die wegen der Ganztageslänge ab 16 Uhr immer in Sauerstoffmangelmüdigkeit verfallen. Es reicht einfach nicht, ständig nur am i-pad air zu schnuppern.
Auf die reine Lufthoheit zu achten ist zum einen die gesetzliche Fürsorgepflicht des Arbeitgebers, aber auch die Gewerkschaft muss immer wieder mahnend den Zeigefinger auf die Lunge legen. Bleibt uns nicht bei dem Tempo der Bremer Bildungsreform oft der Atem stehen und wir leiden an Atemnot, weil wir ständig in Atem gehalten werden? Und da greift die Gewerkschaft wieder ein. Denn die GEW weiß am besten, dass das Gehirn ständig mit Sauerstoff versorgt werden muss.
Ein modernes Gesundheitsmanagement macht zuerst eine Mitarbeiterbefragung, also die Luftbestandsaufnahme. Wo soll noch gedacht werden, fragt die Behörde. Wo muss Sauerstoff hin? Dann werden Maßnahmen beschlossen und dann, weil das Geld nicht da ist, diese nicht durchgeführt. Die GEW ruft da ganz entschieden: "Recht auf Luft für alle muss sein!" Alle müssen mal aufstehen und durchatmen. Und dann setzt man sich wieder hin und wartet auf einen tollen Vorschlag. Den hat Senatorin Quabra schon gemacht: "Wenn bei mir die Luft dünn wird, dann mache ich selbst das Fenster auf und lüfte. Das spart auch Geld!" Nur am Rembertikreisel kann man die Fenster gar nicht öffnen ,weil man sonst erstickt an den Autoabgasen von den Dingern mit den Grünen Umweltplaketten.
Und das liebe Leserschaft ist der Grund, warum diese Zeitschrift immer Frischluft produzieren muss. Wir sind es den Denkenden einfach schuldig, für uns ist es ein selbstverständlicher Standard. Wenn wir Lehrkräfte jeden Tag eine Unterrichtsstunde frische Luft im Freigang auf dem Hof tanken könnten, dann wäre schon viel Luft gewonnen. Das würde aber einen Unterrichtsausfall von 5000 Stunden produzieren. Gesundheit ist einfach zu teuer. So bleibt uns nur euch die alte Anarchoweisheit mit auf den Weg zu geben: Lieber krank feiern als gesund schuften und dabei die BLZ lesen, frische Luft inbegriffen.

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