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Frischluft

Im Januar wurden uns neueste OECD-Daten aus einer weiteren Studie zugeleitet.

Nicht, dass es etwas Neues wäre, im Gegenteil.

Alle 31 OECD-Länder wurden unter die Lupe genommen

Wir zitieren gern, denn wenn wir das sagen würden, dann glaubt uns wieder keiner

 

Deutschland ? Nur Mittelmaß!

16.02.2011

Armutsvermeidung Platz 14 / Kinderarmut Platz 14=10,8 Prozent
„Einkommensarmut hat in der Bundesrepublik in den vergangenen zwei
Jahrzehnten deutlich zugenommen. Besorgnis erregend ist das Phänomen der Kinderarmut.
Rund jedes neunte Kind lebt unter der Armutsgrenze. Daher mangelt es vielerorts bereits an den elementaren Grundvoraussetzungen sozialer Gerechtigkeit, denn unter den Bedingungen von Armut sind soziale Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben kaum möglich.“

Bildung: Bildungszugang Platz 22 von 31/ Ausgaben für Frühkindliche Bildung Platz 16
„Das deutsche Bildungssystem hat unter dem Aspekt der sozialen Gerechtigkeit klare Defizite. Hier rangiert Deutschland im OECD-Vergleich nur im unteren Mittelfeld. Der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen hängt stark mit ihrem jeweiligen sozioökonomischen Hintergrund zusammen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder aus einem sozial schwachen Umfeld durch Bildung befähigt werden, am gesellschaftlichen Wohlstand teilzuhaben, ist in Deutschland geringer als in vielen anderen OECD-Staaten.“

Arbeitsmarkt:
„So haben einige gesellschaftliche Gruppen – wie Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte – nach wie vor große Schwierigkeiten, in Beschäftigung zu kommen. Hinsichtlich der Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit liegt Deutschland im OECD-Vergleich sogar auf dem vorletzten Platz.“

Soziale Kohäsion und Gleichheit: Platz 15
Die Ungleichverteilung der Einkommen hat innerhalb der letzten rund zwei Jahrzehnte so stark zugenommen wie in kaum einem anderen OECD-Mitgliedsland. Mit Blick auf den Zusammenhalt einer Gesellschaft ist eine solche Polarisierungstendenz bedenklich.

Schulden vom BIP: 76 Prozent, und damit Platz 10 der am meisten verschuldeten Länder
Bremen wird auch angeführt: 19,1 Prozent Armutsrisiko
Das Fazit der Studie:
„Es kann nicht dem eigenen Gerechtigkeitsanspruch einer der reichsten
Industrienationen genügen, dass rund jedes neunte Kind in armen Verhältnissen aufwächst,
Bildungschancen stark von sozialer Herkunft abhängen und viele Menschen, insbesondere
Geringqualifizierte, dauerhaft vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen bleiben.“

Das halten wir im Vorwahlkampf fest. Angeführt ist nur der deutsche Durchschnitt. Was bedeutet das für Bremen?
Reicht da ein warmes Mittagessen für bedürftige aus?
Frau Linnert, Frau Jürgens-Pieper, Herr Börnsen übernehmen Sie!
Und nach der Wahl wird alles besser! Versprochen wird versprochen

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