GEW Bremen
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20. September 2019Fridays for Future - Streiktag für das Klima

Erklärung des Geschäftsführenden Landesvorstandes zur Beteiligung am „Klimastreik“

20.09.2019 - Christian Gloede

„Klimanotstand“ ist das Wort der Stunde. „1,5°Grad“ der Wert der Stunde. Manche nennen es auch Klimaziel. Einig sind wir uns (fast) alle, wenn dieses Ziel nicht bald erreicht wird, war’s das mit einer erträglichen Zukunft. Und die Zuversicht in die Bundesregierung ist derzeit nicht so groß, dass sie es ohne unseren gemeinsamen Druck auf den Weg bringen.

Die GEW ruft auch in Bremen alle ihre Mitglieder und Beschäftigten auf, sich am „Tag für das Klima“ am 20.September aktiv zu beteiligen.

Wir Kolleg*innen in den Bildungseinrichtungen sind notwendigerweise Teil der Bewegung - alle wissenschaftlichen Befunde sprechen dafür, Klimaschutzziele schnellstmöglich durch konkrete Maßnahmen zu hinterlegen! Demzufolge gehört der Druck in diese Richtung auch zum unmittelbaren Bildungsauftrag. Die Notwendigkeit eines "gesellschaftlichen Aufstandes" sehen wir gegeben. Die partielle Ignoranz der Regierenden muss aufgebrochen werden.

Kinder und Jugendliche sind von den Folgen des Klimanotstandes in besonderer Weise betroffen

– nicht nur, weil die Folgen sich in der Zukunft abspielen, sondern weil es bereits heute eine ungeheure politisch-emotionale Berührung mit der Thematik gibt und eine große inhaltliche Auseinandersetzungsbereitschaft, wie es sie seit der Friedensbewegung der 80er Jahre kaum gegeben hat. Dabei sollen sie auch durch uns begleitet werden!

Wir gehen davon aus, dass seitens der Senatorin für Kinder und Bildung keinerlei dienstrechtliche Konsequenzen zu erwarten sind. „Klimaschutz“ wird im neuen rotgrünroten Koalitionsvertrag großgeschrieben. Es wäre geradezu absurd, eine dieses Ziel unterstützende Maßnahme wie den „Klimastreik“ unter Strafe zu stellen.

Uns ist aber auch wichtig deutlich zu machen, dass die „Klimafrage“ nicht ohne Einbeziehung der „sozialen Frage“ gelöst werden kann.

Unausweichliche Kosten des Klimawandels dürfen die Ärmeren nicht noch weiter belasten – dies gilt in Deutschland wie in Europa. Dies durchzusetzen muss aber nicht Sache der Schüler*innen und der fff-Bewegung sein, dafür gibt es auch uns Gewerkschaften!
Und wir kämpfen ggf. auch samstags bis donnerstags… :-)

Bremerhaven:
Start: Klimahaus 10 Uhr
Ende: Hauptbahnhof ca. 12 Uhr.

Aufruf der GEW Berlin:

„Wir rufen unsere Mitglieder auf, die Demo der Bewegung Fridays for Future am 20.9. zu unterstützen.
Die Bildungssenatorin fordern wir auf, kreative Projekte am Tag der Klimakrise nicht zu behindern – im Sinne des Klimaschutzes ist von dienstrechtlichen Maßregelungen abzusehen.“

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