GEW Bremen
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Fair childhood und lokale Initiativen

Am 23.10.2014 berichtete Klaus Bullan; ehemaliger Landesvorsitzender der GEW Hamburg und nunmehr Vorstandsmitglied von „Fair childhood“, in Bremerhaven über Ziele, Ausrichtung und Projekte der GEW Stiftung. Er akzentuierte deren doppeltes Anliegen: Die Sammlung von Spenden („Bildung statt Kinderarbeit“) und die Unterstützung von Bewusstseinsbildung zu diesem Themenkomplex.

Klaus Bullan stellte heraus, dass es „Fair childhood“ nicht nur darum geht, Projekte für Kinder im internationalen Rahmen zu fördern, sondern auch die Gewerkschaftsstrukturen vor Ort. Dies ist der entscheidende Unterschied zu anderen Hilfsorganisationen.

Damit eine derartige Vorstellung zur Umsetzung gelangt, muss eine Verknüpfung mit bestehenden Initiativen angestrebt werden. Die GEW in Bremerhaven war deshalb froh, mit dem „Nord-Süd-Forum“, dem „Unterstützerkreis Fairtrade Town Bremerhaven“ und dem „Verein für Literatur & Politik“ für diese Veranstaltung namhafte Partner finden zu können.

Beispielhaft für die Teilnehmer*innen nahm Herma Thies, Agenda-21-Lehrerin, die Einordnung der Stiftung in weitere Aktivitäten in der Stadt vor:

16.12.2014 - von Bernd Winkelmann

Bildung nachhaltiger Entwicklung ( BNE ) an den Schulen

Der Bericht aus dem Vorstand der Stiftung „Fair childhood“ durch Klaus Bullan hat gezeigt, dass nicht nur der Prozess auf schulpolitischer Ebene, sondern auch die Arbeit anderer Bildungsinitiativen, die bereits in Bremerhaven aktiv sind und auf langjährige Tätigkeit zurückblicken können, auf dem richtigen Weg sind, aber noch mehr Unterstützung benötigen.Die Stadt Bremerhaven hat 1998 den Beschluss gefasst im Umfang einer Lehrerstelle die Umsetzung der Ziele der Agenda 21 von Rio de Janeiro (1992) umzusetzen.Daraus sind verschiedene Projekte an den Schulen hervorgegangen, vieles in enger Zusammenarbeit mit dem Nord-Süd-Forum Bremerhaven. Alles mit dem Ziel globales Lernen und nachhaltige Entwicklung stärker in das Bewusstsein der Schüler rücken und im privaten, schulischen und beruflichen Bereich zu verfolgen und sich an einer Umsetzung auf gesellschaftlicher und politischer Ebene zu beteiligen.Es geht nicht nur um reine Wissensvermittlung und das Verstehen von globalen Zusammenhängen bei Themen wie Welthandel, Armut, Migration, Umweltzerstörung u. a. , es sollen vielmehr Lernprozesse in Gang gesetzt werden, die den Schülern helfen eine eigene Haltung zu Werten wie Wahrung der Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Toleranz zu entwickeln.Dass für diese Umsetzung an den Schulen die Stunden einer Lehrerstelle nicht ausreichend sind, wird schnell deutlich. Wenn dann dieses Stundendeputat für die Fachberatung zur Agenda 21 gekürzt wird, wie bereits in den letzten Jahren geschehen, kann das nicht im Sinne des Bildungsauftrages der Schulen sein. Eine Aufstockung der Lehrerstunden mindestens auf den ursprünglichen Umfang ist von Nöten, eine Ausweitung der Beratung und Unterstützung in den Schulen brächte den Prozess zur nachhaltigen Entwicklung voran.Am Ende verabschiedeten die Teilnehmer*innen einen 6-Punkte-Katalog zur Weiterarbeit. Sofort gestartet wird mit der finanziellen Unterstützung der Stiftung: Die GEW Bremerhaven will bis zum Jahresende 1 € pro Mitglied an Spendengeld sammeln, das wären immerhin 776 €.P.S. An Mitwirkung Interessierte wenden sich bitte an die GEW Bremerhaven.

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