GEW Bremen
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Erzieher*innen an SchuleErfreulicher Start in 2020

Für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst wird es im neuen Jahr spürbar mehr Geld geben.

01.01.2020

Ab Januar 2020 werden nun endlich die Bremer Erzieher*innen und Sozialarbeiter*innen in die neuen S-Tabellen des TV-L übergeleitet. Das bedeutet für einen Großteil der Erzieher*innen und Sozialarbeiter*innen, die entweder bei der Senatorin für Kinder und Bildung beschäftigt sind oder bei freien Trägern, die nach TV-L oder TV-L angelehnt bezahlen, eine deutliche Gehaltserhöhung. Diesen großen Erfolg haben wir uns selbst erkämpft! Endlich! Ohne unsere beeindruckenden Streiks im Frühjahr 2019 wäre dieses Ergebnis nicht möglich gewesen.
Erinnern wir uns: Ein gedrängt voller Marktplatz streikender Kolleg*innen ! 

Das Tarifergebnis von 2019 zum TV-L beinhaltet für einige Gruppen grundlegende Veränderungen. Es beinhaltet langfristig substanzielle Gehaltssteigerungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst.

Die Überleitung erfolgt übrigens automatisch, ohne separate individuelle Anträge.

Die Verständigung zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaften hat in den Redaktionsverhandlungen mehr Zeit und Arbeit als in allen Verhandlungsrunden davor in Anspruch genommen. Entsprechend komplex sind die neuen Regelungen. In einem umfangreichen Tarifinfo versuchen wir alle Fragen zu beantworten, die unter anderem die Überleitung, neue Eingruppierungen und die Berücksichtigung der Erfahrungsstufen betreffen.

Wir planen für den 21. Januar eine Infoveranstaltung zum Thema. Selbstverständlich machen wir jetzt auch unsere GEW-Personalräte fit, denn es wird ganz sicher viele Fragen geben und die wir wollen gut beantworten. Das ist unser Aushängeschild. Starke Personalräte vor Ort, die zuhören, verstehen und die Antworten wissen. Vielen Dank an all unsere Kolleg*innen in den Personalräten sowie die Frauen- und Schwerbehindertenvertreter*innen.

#(Schon mal vormerken: Im März 2020 ist Personalratswahl! Nur eine starke GEW-Fraktion kann unsere erfolgreiche Arbeit fortsetzen!)

Und doch warten auch im neuen Jahr große Herausforderungen. Der Fachkräftemangel bestimmt in allen Bildungsbereichen die tägliche Arbeit. Die eigenen Ansprüche an die pädagogische Qualität bleiben zu oft im Alltag auf der Strecke.
In diesem Kontext muss uns besonders am Herzen liegen, die hohe Arbeitsbelastung der Kolleg*innen zu thematisieren und gemeinsam zu bekämpfen.

An diesen Themen und vielen anderen werden wir weiterarbeiten, uns einmischen und den politisch Verantwortlichen auf die Füße treten.