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Einstellungen, Abordnungen & Versetzungen!

16.09.2012 - von Rudof Siemer (Personalrat Schulen Bremen)

Das Chaos war vor, während der und nach den Ferien an den Schulen und für viele Kolleginnen und Kollegen riesig - obwohl alle aufgrund des längeren Schuljahres erwarteten, dass die beantragten Versetzungen und Abordnungen sowie die erforderlichen folgenden Neueinstellungen diesmal rechtzeitig zum Schuljahresende bearbeitet sind.

Infolge des Stellenbedarfs von etwa 170 Stellen bei gleichzeitiger Unterfinanzierung des Bildungshaushalts zogen sich die Verhandlungen zwischen den Ressorts Bildung und Finanzen in nicht vertretbarer Weise bis Ende Juni. Das Resultat ist bekannt, Bildung konnte einen großen Teil der Stellen auf Kredit - rückzahlbar im kommenden Jahr - besetzen. Die Freigabe der Haushaltsmittel erfolgte aber so spät, dass viele Bewerber inzwischen Stellenangebote aus anderen Bundesländern angenommen hatten. Die Bewerberinnen und Bewerber für die Stellen wurden meist, seitens der Behörde und auch mancher Schulleitungen, zu einer freiwilligen (!?!) Teilzeit gedrängt. So sind bislang auf 106,5 Vollzeitstellen 132 Personen eingestellt worden.
Der Personalrat fordert, dass diese Kolleginnen und Kollegen - wenn gewünscht - zum 01.02.2013, spätestens zum 01.08.2013 aufstocken können. Wir beraten und unterstützen die neu eingestellten Lehrkräfte bei Bedarf.
Da die durch Senatsbeschluss bewilligten Stellen aber nicht ausreichten um die Lücken an den Schulen zu schließen, wurde seitens der Behörde zwei Wochen vor den Sommerferien versucht Lehrkräfte im größeren Umfang an Schulen mit Defiziten zu versetzen oder abzuordnen. So erfuhren manche Kolleginnen und Kollegen im Rahmen der schulischen Abschlussfeier von ihren Schulleitungen, dass sie nach den Ferien an der Schule XY unterrichten sollen.
Durch Verhandlungen und Widerstand des Personalrats sind etliche geplante Abordnungen und Versetzungen seitens der Behörde zurückgezogen worden. In vielen Fällen konnten wir die Bedingungen für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen verbessern. Es sind aber noch wenige Fälle strittig. Hier werden wir weiterhin versuchen die Interessen der Lehrkräfte durchzusetzen.
Die für ein Jahr abgeordneten Kolleginnen und Kollegen unterstützt der Personalrat, wenn sie zum kommenden Schuljahr wieder an ihre Schule zurückkehren wollen. Des Weiteren fordern wir seitens der Behörde, dass zukünftig geplante zwangsweise Versetzung und Abordnungen so frühzeitig den Schulen und dem Personalrat mitgeteilt werden, dass ausreichend Zeit für Beratungen und das Suchen von Schulen mit Bedarf vorhanden ist!

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