GEW Bremen
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„Einen Rettungsschirm für die Bremerhavener Schulen“

Mittlerweile machen in Bremerhaven Überlegungen über erhebliche Kürzungen die Runde. Nach unseren Informationen sind besonders gefährdet:

-sog. Profilangebote in der Sekundarstufe 1 und der Primarstufe

-die Betreuung der mit großer Öffentlichkeitsarbeit eingerichteten Leseclubs;

-Maßnahmen für Kinder, die eine Sprachunterstützung benötigen (Deutsch als Zweitsprache, LRS-Förderung).

16.07.2012 - Plakativer Spaziergang durch die „Bürger“ am 30. Juni

Außer den aktuellen Maßnahmen spielt zudem noch eine Rolle:

  • Die Lehr- und Lernmittelzuweisungen verharren seit Jahren auf einem Niveau, bei dem die Vorgabe der Verfassung nach Lehr- und Lernmittelfreiheit gefährdet ist. Es gibt weder einen Inflationsausgleich noch Mittel, die der Armut in der Stadt Rechnung tragen. Schon gar nicht kommt man den Anforderungen aus der Inklusion nach: Sollten Lernprozesse individualisiert werden, hat man einen Zusatzbedarf. Manche Schulen helfen sich über Elternbeiträge zu Lernmaterialien über die Runden, andere Kinder werden von Bildungsangeboten ausgegrenzt;
  • das ReBUZ (Regionales Betreuungs- und Unterstützungszentrum), ein Kernstück der Schulreform, hat noch nicht einmal alle geplanten Stellen ausgeschrieben. Damit ist unklar, wie auch die engagiertesten KollegInnen ihren Aufgaben gerecht werden sollen. Für die Sekundarstufe II ein entsprechender Prozess noch nicht einmal eingeleitet;
  • die Schulsozialarbeit, ein wichtiges Element zur Einleitung erfolgreicher Bildungsprozesse, sollte auf alle Schulen der Primarstufe ausgedehnt werden. Bislang gibt es kein Signal dazu.

Wie heikel die Situation ist, zeigt schon die Tatsache, dass für die Schulen immer noch eine Bedarfsberechnung fehlt, wie viele Lehrkräfte ihnen im kommenden Schuljahr zugewiesen werden sollen. Dies legt die Vermutung nahe, dass die personelle Versorgung nicht gesichert ist.
Die Bremerhavener Schulen benötigen endlich einen „Rettungsschirm“.
Deshalb haben GEW und ZEB mit einem Auftaktspaziergang durch die Bürger auf die Lage an den Schulen aufmerksam gemacht.

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