GEW Bremen
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Rechts macht kopflosEine Profession gegen rechts!

Neue Arbeitsgruppe in der GEW

 

16.01.2019 - Dr. Wolfram Grams

Wer, wenn nicht wir? Pädagoginnen und Pädagogen haben einen eindeutigen Auftrag: Sie unterstützen Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei der Aneignung der Welt. Sie leisten Hilfe dabei, sich ein Bild von der Welt zu machen. Dies geschieht in der Kita, den Schulen, den Hochschulen, in der Erwachsenenbildung und in der Jugendhilfe. Die Menschen, mit denen wir dies im Dialog tun, haben nur eines gemeinsam: das Mensch-Sein. Sie sprechen unterschiedliche Sprache, haben vielfältige Geschichten und Herkünfte, haben diverse Probleme, sind vom Leben verwöhnt und gebeutelt. Ihnen allen haben wir uns zuzuwenden, ihnen allen haben wir unsere Möglichkeiten der Hilfen bei der Weltaneignung gleichermaßen zu bieten. Das setzt ein Menschenbild voraus, das jeden Ausschluss von Menschen ausschließt!

Auch dies war ein Beweggrund des Bremer Gewerkschaftstages der GEW, sich eindeutig gegen rechts zu positionieren. Rassismus, Sexismus, Ausländerfeindlichkeit und die Verachtung von Menschen mit Behinderungen, mit anderen sexuellen Orientierungen können die Sache von Pädagoginnen und Pädagogen nicht sein.

Die Gründung eines Arbeitskreises gegen rechts war die logische Folge. Dem Ruf des Gewerkschaftstages folgten Kolleginnen und Kollegen aus Bremen und Bremerhaven am 9. Januar ins Gewerkschaftshaus. Sie diskutierten vorerst ihre persönlichen Motive, sich als Gewerkschafter*innen, die in der Bildungsgewerkschaft organisiert sind, gegen rechts zu verorten und versuchten eine erste Klärung der gemeinsamen Arbeit. Angesichts der aktuellen politischen Gefahr eines Rechtsrucks seien Aufklärung und politische Aktion notwendig. Deshalb ist eine Verstetigung des Arbeitskreises notwendig.

Die Gruppe trifft sich erneut am 28. Februar um 17.15 Uhr in der Geschäftsstelle, um ihre weiteren Perspektiven der Arbeit der Bildungsgewerkschaft GEW gegen rechts und für demokratische Entwicklungsprozesse zu planen. Mitstreiterinnen und Mitstreiter sind herzlich willkommen.

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