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FrauenDie Konfliktlöserinnen

Brauchen wir noch Frauenbeauftragte? - Frauenbeauftragte stellen sich vor

 

16.02.2020 - Anke Wuthe, Bettina Münsterberg und Ursula Fürste

Die Statistik für unseren Bereich der Schulen sagt: nein – zumindest auf den ersten Blick. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass der Anteil der Frauen in Leitung inzwischen in vielen Bereichen gestiegen ist.  Aber die strukturellen Benachteiligungen von Frauen zeigen sich im (schulischen) Alltag. Vielen Kolleginnen ist zunächst nicht bewusst, wobei wir helfen können. Zumindest solange alles gut läuft. Wir kommen oft erst dann ins Spiel, wenn z. B. es eine Konfliktsituation gibt, Schwangerschaft oder Krankheit vorliegen, eine Versetzung ansteht. Die Frauenbeauftragten (FB) sind eine der drei Interessenvertretungen, die euch mit Rat und Tat zur Seite stehen und sich für eure Rechte einsetzen.

Die Frauenbeauftragte-Schulen gibt es seit fast 30 Jahren. Eigentlich sollte Gleichberechtigung schon lange selbstverständlich und wir dadurch überflüssig sein, aber die Realität sieht häufig ganz anders aus. Ohne den Einsatz der Frauenbeauftragten gäbe es die Frauenförderung in vielen Bereichen nur auf dem Papier, so z. B. wenn es um die Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf oder die Besetzung von Schulleitungs- oder Funktionsstellen geht.

Was tun wir konkret?

Beraten, begleiten, unterstützen

Viele von euch kennen uns sicher schon aus persönlicher Beratung und Begleitung, z.B. zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Wiedereinstieg nach Elternzeit oder Krankheit, BEM- oder Dienstgesprächen, Karriereplanung, Versetzungen, Anrechnung von Rüstzeiten etc.. Aber das ist nur ein Teil unserer Arbeit.

Mitgestalten

Zu unseren wichtigsten Aufgaben gehört die Beratung der senatorischen Dienststelle/des Schulamts zur Einhaltung des Landesgleichstellungsgesetzes. In vielen harten Verhandlungen setzen wir uns mit Kraft und Ausdauer für eure Belange ein, seien es Stellenbesetzungen, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, der Besoldung bzw. Entlohnung u. v. a. m.

In schulischen und behördlichen Gremien machen wir immer wieder die Interessen von Frauen zum Thema und fordern deren Berücksichtigung und Umsetzung nachdrücklich ein. Zum Beispiel:

  • Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. - Überarbeitung der Teilzeitvereinbarungen.
  • Fortschreibung des Frauenförderplans. - Gerechte Besetzung von Funktionsstellen.
  • Gesundheitsmanagement und Maßnahmen zur Verringerung der Belastungen.
  • Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung - Übernahme aus Leiharbeit
  • Qualifikation von Quereinsteigerinnen, auch zur Entlastung des bestehenden Personals.
  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, A/E13 für alle Lehrkräfte.

Und wir führen Frauenversammlungen zu Themen wie Altersversorgung, Teilzeit, Gesundheit, Soziale Fachberatung oder Stellenbewertung im Geschäftszimmer durch.

Mitbestimmen

Was viele vielleicht nicht wissen: wir sind bei allen Maßnahmen der Behörde in der Mitbestimmung und haben daher immer ein wachsames Auge auf alle Vorgänge, die Beschäftigte an Schulen im Allgemeinen oder auch einzelne Kolleginnen betreffen – seien es Abordnungen, Versetzungen, Teilzeit, Beförderungen oder Gefährdungsanzeigen. Wir sind Ansprechpartnerinnen bei Schwangerschaft, Mutterschutz und Elternzeit. Im Falle der Benachteiligung von Frauen gehen wir dagegen vor, legen Widerspruch ein und fordern entsprechende Maßnahmen.

Miteinander geht‘s

Wir haben viel erreicht, aber es bleibt noch mehr zu tun.  Um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erreichen, brauchen wir eure Ideen und Information über eure Bedürfnisse. Meldet euch bei uns, damit wir eure Anregungen in unsere Verhandlungen mit der Senatorin aufnehmen können., mit dem Ziel eine Dienstvereinbarung und eine Zertifizierung des Schulbereichs als familienfreundlicher Arbeitsplatz zu erreichen. Dies kommt allen zugute, Frauen und Männern. Sicher können wir einiges für euch tun, aber noch viel mehr können wir miteinander erreichen. Dafür brauchen wir Frauenbeauftragte! Deshalb stellen wir uns zur Wahl!

Anke Wuthe Frauenbeauftragte Schulen, Bremen
Mit Erfahrung und Durchsetzungskraft für eure Interessen. Ich stelle mich wieder zur Wahl.

Bettina Münsterberg und Ursula Fürste, Frauenbeauftragte Schulen, Bremerhaven
Wir stellen uns wieder zur Wahl.

 

 

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