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Das Schnürschuh Theater als außerschulischer Lernort

Das Schnürschuh Theater arbeitet jetzt seit über 34 Jahren mit dem Schwerpunkt Theater für Jugendliche und versteht sich als „emanzipatorisches Jugendtheater“

Die Theaterstücke greifen aktuelle Situationen aus der sozialen Realität auf und bieten mit Mitteln des Theaters Anreize zum Nachdenken und Diskussionen. Dabei sind die Stücke natürlich fesselnd und spannend, um Schüler zu begeistern.

16.03.2011

So geht es z.B. bei dem Stück „Der Junge der unsichtbar wurde“ um den völlig unauffälligen Schüler, der sich nicht beachtet fühlt und in seiner Vereinsamung Gewaltfantasien entwickelt, die in einem Amoklauf münden könnte. Das anschließende Publikumsgespräch handelt aber von Achtsamkeit und Sensibilität der Schüler untereinander, wobei Ausgrenzung, Mobbing und Opfer und Täterverhalten eine Rolle spielt.
Dazu bietet das Schnürschuh Theater den Schulen eine von Jugendlichen gestaltete Ausstellung “Das Unsichtbare sichtbar machen“ an. Die Ausstellung zeigt Exponate, die unsichtbar gehaltene Gefühle wie z.B. Ängste und Aggressionen thematisieren.
Die Ausstellung soll an den Schulen durch Schulklassen (z.B. in Projektwochen) durch eigene Exponate zum Thema erweitert werden.
Das Stück „Aussetzer“ thematisiert die heftige Auseinandersetzung eines lernschwachen Schülers mit seiner Lehrerin. Hierbei kann mit den Theaterfiguren über das „Lernklima“ der Regelschule und über die Rollenzwänge von Schülern und Lehrern diskutiert werden.
Für jüngere Jugendliche (6.-8.Klasse)wird mit dem Stück LIEBE!LIEBE!LIEBE? ab Mai auf unterhaltsame Art und Weise die Irrungen und Verwirrungen der Pubertät auf die Bühne gestellt.
Zu den in den Theaterstücken behandelten Themen suchen wir immer die Kooperation mit kompetenten Partnern, die als Beratung für Lehrer und Schüler bei konkreten Anlässen angesprochen werden können.
Die Kriminalprävention der Polizei(KSKP) und der schulpsychologische Dienst bei dem Amoklaufthema zum Beispiel und das LIS Bremen beim Stück „Aussetzer“
Das Schnürschuh Theater finanziert das Theater durch eine Private Public Partnership und muss über ein Drittel des Etats durch Eintrittsgelder finanzieren.
Deshalb kann es leider keinen freien Eintritt für Schüler geben und wir sind darauf angewiesen, das die Lehrerin und der Lehrer den Schülern erklärt, dass Theater eben genau wie Kino oder Freimarkt eben Geld kostet. Wenig bekannt ist, dass Schulen in „sogenannten sozialen Brennpunkten“ ein Budget haben, aus denen auch Eintrittskarten für Schüler aus einkommensschwachen Familien bezahlt werden können.

Aktuelle Spielpläne immer unter www.schnuerschuh-theater.de

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