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Bundeswehr wirbt in Oberschule

09.06.2017 - Bernd Winkelmann

Die GEW protestiert in aller Entschiedenheit gegen die Werbung der Bundeswehr in Oberschulen der Stadt Bremerhaven

Bremerhaven – Mit diesen Werbeaktionen werden gezielt Minderjährige angesprochen, um ihnen mit Ausbildungsmöglichkeiten den Dienst in der Armee schmackhaft zu machen. Dabei geht es bei der Bundeswehr allerdings nicht um Ausbildung und Abenteuer, sondern um einen Einsatz mit Todesrisiko, das wohlweislich verschwiegen wird.

Die GEW verweist auf ihren Gewerkschaftstagsbeschluss, in dem es u. a. heißt:

Wir verwehren uns gegen jegliche Werbeanstrengungen der Bundeswehr, die, ob offen oder verdeckt, an den Schulen und in Unterrichtseinheiten, die Schüler auf angebliche Sachzwänge orientieren statt eine gründliche Problemanalyse zu erarbeiten, sowie gegen „Freizeiten“, die mit Abenteuergeist und Technikfaszination ein geschöntes Bild vom Leben als Soldat vorspiegeln.

Lehrerinnen und Lehrer sind aufgefordert, ihrer Verantwortung für die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen gerecht zu werden, indem sie sie zu Menschen erziehen, die verantwortungsvolle und wohl informierte Entscheidungen für ihre eigene Zukunft treffen können. Ihre Aufgabe besteht darin, Schülerinnen und Schüler zu demokratischen Handeln, Kritikfähigkeit, Gewaltfreiheit und Toleranz zu erziehen und zu befähigen.

Die GEW fordert Schulen und Magistrat auf, zu verhindern, dass die Bundeswehr in den Schulen Einfluss gewinnt. Sie hat in den Schulen der Stadt nichts zu suchen!

Für Nachfragen steht zur Verfügung:
Bernd Winkelmann  | 0162-97 31 230

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