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Haushaltsverhandlungen„Bildungsfinanzierung muss Priorität haben!“

Die Bildungsausgaben pro Schüler*in müssen endlich an die Ausgaben der anderen Stadtstaaten angeglichen werden. Nur dann besteht überhaupt eine Chance, dass Bremen nicht immer das Schlusslicht bei den Ländervergleichen bleibt.

10.02.2020 - Elke Suhr

„Bildungsfinanzierung muss Priorität haben!“ sagt Elke Suhr, Landesvorstandssprecherin der GEW Bremen angesichts der Haushaltsverhandlungen, die im Augenblick im Senat geführt werden.

„Besonders die Schüler*innen, die bildungsbenachteiligt sind, leiden unter den fehlenden Bildungsausgaben; augenblicklich wird die Schere zwischen benachteiligten und privilegierten Schüler*innen immer größer,“

so Suhr.

Bremen – Dringend benötigte Qualifizierungsmaßnahmen für Quereinsteigende müssen finanziert werden, hierfür müssen Gelder sowohl in den Bildungsbereich als auch in den Hochschulbereich fließen. Auch eine Entlastung von Lehr- und pädagogischen Fachkräften ist überfällig. Und auch bei der Digitalisierung reicht es nicht aus, Gelder für die Ausstattung zur Verfügung zu stellen. Der Support muss genauso gewährleistet werden wie die notwendigen Fortbildungen des Personals. Digitalisierung darf kein weiterer unterfinanzierter Schnellschuss werden. Guter digitalisierter Unterricht erfordert einen erheblichen Mehraufwand, diesem muss durch Entlastung Rechnung getragen werden. Die Erhöhung der Bildungsausgaben darf nicht hinter den selbst gesteckten Zielen zurück bleiben.

Hintergrund: 2017 hatte das Bremer Bündnis für Bildung 5.000 Unterschriften für eine Petition gesammelt, die Bildungsausgaben an die beiden anderen Stadtstaaten also um mindestens 2.000 Euro pro Schüler*in bzw. um 182 Millionen Euro jährlich aufzustocken.
In Bremen sind die Bildungsausgaben von 2016 bis 2019 um 8,6 Prozent gestiegen. Gleichzeitig haben Berlin (Steigerung um 25,1 Prozent) und Hamburg (15,2 Prozent) den Abstand noch vergrößert.

Für Nachfragen steht zur Verfügung:
Elke Suhr  | 0171 8397194

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