GEW Bremen
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VorwortBeziehungsarbeit ist unersetzlich

Bildung in Zeiten von Corona

 

16.05.2020 - Karsten Krüger

Die Corona-Pandemie hat natürlich die Bildung, die Gewerkschaften und damit auch die BLZ erreicht, beeinflusst und verändert. Die Redaktion hatte für dieses Heft eigentlich das Schwerpunktthema "Mitbestimmung" gewählt, hat aber aus aktuellem Anlass dann ihr Augenmerk auf "Bildung in Zeiten von Corona" gelegt. Denn spätestens seit dem 16. März – an diesem Tag wurden die Kitas und Schulen geschlossen – hat das Virus uns alle mehr oder weniger im Griff.

Wie hat sich die Bildung insgesamt verändert? Wer sind die "Corona-Gewinner", wer die "Corona-Verlierer". Wie hat die Bremer Politik insgesamt und die Bildungsbehörde reagiert? Was ist mit den Schülerinnen und Schülern, die zu Hause keine Unterstützung bekommen, die keinen Schreibtisch, kein passendes Endgerät und keinen WLAN-Zugang haben. Was ist mit den Menschen, die an Sprachkursen teilgenommen haben und jetzt nur sehr wenig Gelegenheit haben, ihre Deutschkenntnisse anzuwenden oder mit Eltern, die noch nicht so gut Deutsch sprechen und verstehen, um ihre Kinder zu unterstützen? Was muss jetzt passieren, damit Vorschulkinder und die Schülerschaft insgesamt nicht dauerhaft leiden? Denn eins zeigt sich schon jetzt: Die Beziehungsarbeit zwischen den Lernenden und ihren Lehrkräften, ihren Erzieherinnen/Erziehern und ihren anderen pädagogischen Fachkräften ist unersetzlich.

Unsere Autorinnen und Autoren haben genau diese Fragen recherchiert. Sie beschreiben die Geschehnisse der letzten Wochen und zeigen auf, was in den nächsten Wochen und Monaten passieren muss, damit wertvolle Bildungsprozesse im Gang bleiben oder wieder neu enstehen.

Bevor Ihr, liebe Leserinnen und Leser, in unseren Schwerpunkt einsteigt, noch eine gute Nachricht. Für dieses Heft haben wir den in Bremen bestens bekannten Karikaturisten Til Mette und weitere namhafte Zeichnerinnen und Zeichner gewinnen können. Ihre Arbeiten regen auf den nächsten 18 Seiten auf vielfältige Art zum Nachdenken und Schmunzeln an. Die Redaktion wünscht dabei den einen oder anderen Erkenntnisgewinn.