GEW Bremen
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Bericht von der 11. Sitzung des Fachausschusses am 19.6.2008

Themen:

- Abschließende Lesung „Merkmale guter Schule“

- Elemente einer Bestandsaufnahme des Schulsystems

- Modellrechnungen zu ausgewählten Optionen der Schulentwicklung

- Beratung struktureller Aspekte der Schulentwicklungsplans

 

19.06.2008 - Harry Eisenach

Auf der 11. Sitzung wurde die Vorlage "Gute Schule" in 3. Lesung behandelt und abgestimmt. Diese soll als Einleitung der abschließenden Empfehlung des Fachausschusses dienen. Dazu lagen Änderungsanträge des Personalrats Schule, der CDU und der Linken vor.

Außerdem wurden erneut Zahlen zum bremischen Schulsystem und Vergleichszahlen im Bund bzw. mit den Stadttstaaten vorgelegt (Anzahl und Art der Schulen, Klassenfrequenzen, Unterrichtsstunden, Schüler-Lehrer-Realtion, Anwahlen, Risikogruppen).

Das Ergebnis der Präsention von Herrn Meinken war, dass Bremen zwar bei den Klassenfrequenzen günstiger als der Bundes- bzw. Stadtstaatenschnitt dasteht, allerdings bei der Unterrichtsversorgung und besonders bei der Schüler-Lehrer-Relation unter den Bundesschnitt gefallen ist. Woanders wird die Schüler-Lehrer-Relaltion besser, in Bremen durch die Kürzungspolitik ungünstiger. Gleichzeitig ist der Sozialindex für schwierige Bevölkerungsgruppen in keinem anderen Bundesland derart hoch wie Bremen, d.h. Bremen hat die größten Herausforderungen u.a. bei Migration und Armut,

Erstmals wurde die Struktur des Schulsystems im Rahmen eines eigenständigen Tagesordnungspunktes diskutiert. Zu Strukturierung lag eine Vorlage zum inhaltlichen Ablauf der Diskussion der strukturellen Aspekte vor.

GEW, ZEB und Behindertenbeauftragter brachten ihre in vielen Punkten ähnlichen Positionen des gemeinsamen Lernens ein. Die LINKE plädierte ebenfalls für die Abschaffung der Selektion ab Klasse 5.
CDU und FDP sprachen sich für ein 2-Säulen-Modell aus. Die Senatorin sowie SPD und Grüne betonten ihren „Willen zum Konsens“. Dabei wurden aber auch Unterschiede in der Koalition und innerhalb der SPD sichtbar (eindeutige Formulierung des Ziels und Zeitplanung des Übergangs, Konzentration auf Schulzentren oder Einbeziehung der Gymnasien, Stufenschulsystem oder Sek-I mit angegliederter Oberstufe). Die öffentliche Debatte, ebenfalls in den Parteien, wird nach den Sommerferien fortgesetzt.

 

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