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Ausbildungspotenziale in Bremer und Bremerhavener Betrieben

Studie der Arbeitnehmerkammer Bremen

16.12.2017 - Gerhard Christe

Nach wie vor ist die Chance für Jugendliche in Bremen einen Ausbildungsplatz zu erhalten, deutlich geringer als anderswo. In Bremerhaven haben sich die Ausbildungschancen für Jugendliche im Vergleich zu Bremen Stadt in den letzten Jahren sogar noch verschlechtert. Die Zahl der ausbildenden Betriebe und damit auch die Ausbildungsplatzangebote sind weiter rückläufig. Für nahezu ein Drittel aller Ausbildungsplatzbewerber_innen beginnt der berufliche Werdegang nach Beendigung der Schule zunächst mit Ersatzmaßnahmen im sogenannten Übergangssystem.

Vor diesem Hintergrund hat die vom Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe Hamburg (IAJ) im Auftrag der Bremer Vereinbarungen durchgeführte Studie Ausbildungspotenziale in Bremer und Bremerhavener Betrieben untersucht, wo es in Bremer und Bremerhavener Betrieben noch brachliegende Potenziale für die Schaffung von zusätzlichen Ausbildungsplätzen gibt und wie diese erschlossen werden können. Dazu macht die Studie zahlreiche Vorschläge.

Neben der Empfehlung, die Zahl ausbildungsberechtigter Betriebe wie auch von Betrieben, die ihre Ausbildungsberechtigung aktiv wahrnehmen, deutlich zu erhöhen, wird vorgeschlagen, für Betriebe wie für Auszubildende eine verlässliche Unterstützung während der Ausbildung zu etablieren. Weitere Vorschläge sind eine Ausweitung der Ausbildung für Jugendliche mit schlechteren Schulzeugnissen, die Verbesserung der betrieblichen Ausbildungsbedingungen sowie die Entwicklung flexibler Ausbildungspfade. Nicht zuletzt wird auch eine Verbesserung der betrieblichen Ausbildungsstatistik verlangt.

Die Studie gibt einen umfassenden und detaillierten Einblick in den aktuellen Ausbildungsstellenmarkt in den Städten Bremen und Bremerhaven. Sie zeigt anschaulich, wo es Lücken bei den Ausbildungsangeboten und wo es Nachholbedarf bei den betrieblichen Ausbildungsaktivitäten gibt. Die in der Studie gemachten Vorschläge zeigen, wie die Probleme am Übergang Schule – Ausbildung konkret angepackt werden können.

Die Studie ist interessant für alle, die in Bremen und Bremerhaven mit diesem Thema zu tun haben und in Ausbildung und (Berufs-) Bildungspolitik Verantwortung tragen.
als download (pdf)

Kontakt:
Gerhard Christe, Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe Hamburg (IAJ)
gerhard.christe[at]iaj-hamburg.de | www. iaj-hamburg.de

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