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Aufruf: 68er spenden ihre Pensionserhöhung an Quirl-Kinderhäuser

16.05.2020 - Lutz Drosdowsky und Helmut Zachau

Unsere Generation hat eine der glücklichsten Phasen in der Geschichte unseres Landes erlebt. Wir haben von der wachsenden Wirtschaft der Nachkriegsphase und den Wohlstand des Wiederaufbaus profitiert. Wir haben durch unsere Arbeitsleistung in den Bildungseinrichtungen auch zu dieser positiven Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten beigetragen. Dadurch können die meisten von uns jetzt in ihrem letzten Lebensabschnitt ein materiell abgesichertes Leben führen.

Nun erleben wir in der aktuellen Coronakrise, dass viele Menschen in existenzielle Nöte geraten, weil der Lockdown die wirtschaftliche Tätigkeit zu einem großen Teil einschränkt. Die Kita zu, die Wohnung eng, die Sorgen übergroß. Wir erleben geschlossene Schulen, Sozialeinrichtungen und häusliche Isolation. Das führt, wenn auch nicht unbedingt öffentlich sichtbar, zu extremen Spannungen gerade in den Familien, für die das Leben in unserer von zunehmender Armut geprägten Gesellschaft ohnehin schwierig zu bewältigen ist.Sie wird künftig viele zusätzliche Probleme haben, die Folgen dieser Krise zu verarbeiten.  Die schon jetzt u.a. durch die PISA Studien dokumentierte Bildungsbenachteiligung gerade der Kinder, die unter prekären materiellen Bedingungen aufwachsen, wird sich weiter verschärfen. 

Als Pädagoginnen und Pädagogen haben wir  die besondere Situation der Kinder und Jugendlichen im Blick, weil sie für die Zukunft einer demokratischen und gerechten Gesellschaft die Chance haben müssen, ihre Interessen auf der Basis einer guten Bildung, partizipativ und  materiell abgesichert, in deren Gestaltung einzubringen. Das kann nur gelingen, wenn die Folgen der aktuellen Krise bei ihnen so weit wie möglich aufgearbeitet werden.

Viele von uns haben das große Glück, keine Existenzängste haben zu müssen. Deswegen wollen wir einen Beitrag leisten, indem wir für mindestens zwei Jahre monatlich etwa im Umfang der letzten Pensionserhöhung spenden, um Projekte für Kinder und Jugendliche zu finanzieren. Aus diesem Grunde haben wir Kontakt mit dem Verein Quirl Kinderhäuser e.V. aufgenommen, der insgesamt vier Horte in Bremer Stadtteilen betreibt, in denen es eine Häufung von prekären Lebenslagen gibt. Viele Kinder werden mit sicht- und spürbaren Folgen ihrer häuslichen Isolation nach der Öffnung ihre Kita aufsuchen. Die Kolleginnen von Quirl haben uns ein Projekt vorgeschlagen, mit dem sie gezielt über die übliche Betreuung hinausgehend die Folgen verarbeiten. Dieses erste Projekt hat einen Finanzierungbedarf von ca. 24.000 Euro über die zwei Jahre. Für genauere Informationen kontaktieren Sie uns.

Wir bitten alle unsere ehemaligen Kolleginnen und Kollegen gemeinsam mit uns ein solches Projekt zu unterstützen.

Ansprechpersonen:
Lutz Drosdowsky | Ldrosdowsky [at] t-online [dot] de 
Helmut Zachau | helmut.zachau [at] nord-com [dot] net

"Schließt Massenunterkunft Lindenstraße - schafft sichere Wohnsituation für Geflüchtete!"
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