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3. Bremer Oberschultag 11. Juni 2012 von GEW und GGG: Erfahrungsaustausch, kritische Diskussionen und Fortbildung

Über 200 Lehrkräften aus fast allen Oberschulen und einigen Förderzentren beteiligten sich am 3. Bremer Oberschultag.

Den Hauptvortrag dieses auch als Fortbildung anerkannten Fachtages hielt Prof. Dr. Gerhard Roth (Institut für Hirnforschung an der Universität Bremen) zum Thema „Wie lernen Kinder und Jugendliche“

11.06.2012 - Harry Eisenach

Arbeitsgruppen zur Differenzierung, Leistungsrückmeldung, Unterrichtsentwicklung in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Wirtschaft-Arbeit-Technik sowie zur Inklusion und Teambildung wurden durchgeführt. Die KollegInnen erhielten so die Möglichkeit, Anstöße aus der Praxis für die zukünftige Arbeit mitzunehmen.

Schwerpunkt im Plenum und in den Arbeitsgruppen war der gegenseitige Austausch über die praktische Arbeit bei der Schulentwicklung. Erfahrungen aus den einzelnen Schulen wurden weitergegeben, Kritik an Rahmenbedingungen geäußert.

Zu Beginn führte Regina Eisenach, Sprecherin der GEW-Fachgruppe Oberschulen aus, dass die KollegInnen beim Aufbau der Oberschule eine enorme Arbeit leisten.

„Unterrichtsentwicklung, enge Zusammenarbeit im Jahrgangs-, Klassen- und Fachteam, zwischen den angrenzenden Jahrgangsteams sowie in schulübergreifenden Treffen beanspruchen eine enorme Arbeitszeit. Hinzu kommt noch die notwendige Fortbildung. Die bisher gewährten Entlastungen reichen dafür nicht aus. Um die pädagogische Qualität und unsere Gesundheit nicht zu gefährden, fordert die GEW eine wesentliche Erhöhung der Verfügungsstunden für Schulentwicklung, Kooperation und den Prozess der Inklusion.“

Karlheinz Koke, Landesvorsitzender der Gemeinützigen Gesellschaft Gesamtschule GGG – Verband für Schulen des gemeinsamen Lernens kritisierte, dass die Oberschulen benachteiligt sind. „Leistungsstärkere SchülerInnen werden durch das Anwahlverfahren für die Gymnasien einsortiert und fehlen den Oberschulen. Zudem gibt es bei der „unzulänglich vorbereiteten Inklusion ungleiche Konkurrenzbedingungen. Nur die Oberschulen setzen die Inklusion um. Die Gymnasien betreiben Exklusion.“

Karlheinz Koke schloss sich hierzu der Stellungnahme der Oberschulleitungen zum Entwurf der „Verordnung für unterstützende Pädagogik“ an. Darin wird kritisiert, dass der Schüleranteil an Gymnasien von 21,5 % im Jahr 2008 auf 28,9 % zum kommenden Schuljahr gestiegen ist. Er forderte: „Die Behörde sollte gegensteuern. Das Aufnahmeverfahren muss geändert werden. Die Oberschulen brauchen bessere Bedingungen, um ihr integratives Konzept umzusetzen und in eine Konkurrenz mit den Gymnasien auch realistisch eintreten zu können“.

Im abschließenden Plenum des Oberschultages begrüßten die Teilnehmer ausdrücklich die Erklärung ihrer Schulleitungen zur Inklusion .

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