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Fortbildung

Eine Schule – viele Sprachen

AK Gute Bildung organisiert Fachtag im Februar

Die Zahl der Menschen, die durch Flucht und Zuwanderung nach Deutschland hätten kommen können, war in der Pandemiezeit stark eingeschränkt, doch die Fluchtursachen sind unvermindert. Corona schränkt die Möglichkeiten ein und trifft in den Lagern der Krisengebiete auf Menschen in beengten Wohnverhältnissen, wenn wir es überhaupt so nennen können, und auf geschwächte Menschen. Möglichkeiten für Hygiene und medizinische Versorgung sind nicht vorhanden oder völlig unzureichend. Die Lebensbedingungen in den Katastrophengebieten und den angrenzenden Ländern sind verheerend, unzureichend die humanitäre Unterstützung und absolut unverhältnismäßig, angesichts der Gewinne, der expandierenden Rüstungsexporte, auch aus Deutschland.

Kaum noch Willkommenswünsche

Den Folgen und Begleiterscheinungen begegnen wir täglich in Kita, Schule und im alltäglichen Umfeld. Die Willkommenswünsche sind verebbt und die Hilfsbereitschaft scheitert oft an unzureichender, weiterführender Integrationswilligkeit des Systems, wie unzureichender Wohnraum, Kita-Plätze, Sprachförderung, Angebote für Ausbildung, Anerkennung von Abschlüssen und Unterstützung durch Tandems (zum Beispiel für Lehrkräfte). „Lern erst mal Deutsch“, schallt es über die Flure, „B2-C1-C2“. Fachkräftemangel wird ignoriert von den Bildungspolitikern. Der Bedarf an Lehrkräften wird eher durch Studierende gestillt. Schule, in der Sprachenvielfalt nicht als Reichtum und Qualität geschätzt werden kann, da die Ressourcen fehlen, wie Zeit und Personal, kann Sprachenreichtum nicht angemessen pflegen und fördern.

Eine Schule – viele Sprachen…

…ist deshalb das Thema unseres Fachtages, den wir am Mittwoch, den 16. Februar 2022 ganztägig dazu anbieten werden. Darum wird es gehen: - Anerkennung von Abschlüssen; - Förderung von Sprachen in Wort und Schrift; - Sprache und Identität; - Anerkennung von Erstsprachen für Prüfungen; - Methodenvielfalt.

Kontakt
Barbara Schüll
AK Zuwanderung