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GEW gratuliert: Betriebsrat an der Stadtteilschule gewählt!

19.10.2016 - Ein guter Tag für die betriebliche Mitbestimmung an der Stadtteilschule e.V.

Bremen – „Die Stadtteilschule e.V. existiert seit ca. 30 Jahren – nun hat sie ihr Betriebsdasein auf professionelle Füße gestellt, sie hat endlich einen Betriebsrat!“

So kommentiert Christian Gloede, GEW-Landesvorstandssprecher, die gestrige Wahl eines neunköpfigen Betriebsrates, der nunmehr die Interessen von ca. 700, überwiegend befristeten Beschäftigten, vertreten und an vielen Stellen auch durchsetzen wird, da ist sich Gloede sicher. Hierfür hat sich eine Gruppe Beschäftigter der Stadtteilschule e.V. gemeinsam mit der GEW schon seit knapp einem Jahr intensiv eingesetzt. „Nun können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtteil-Schule e.V. endlich in ihren Angelegenheiten mitbestimmen, einen geregelten Informationsfluss an der Stadtteilschule e.V. gewährleisten und ihre Kolleginnen und Kollegen bei Fragen beraten und Problemen unterstützen“, betont Inge Kleemann, Gewerkschaftssekretärin, die diesen Prozess begleitet hat.

Hunderte von Beschäftigten werden über die Stadtteilschule, befristet, in hoher Zahl ohne abgeschlossene Ausbildung, derzeit eingestellt und in den Schulen eingesetzt. Ein notwendiges Qualifizierungsprogramm lässt auf sich warten, konzeptionelle Entwicklungsarbeit läuft nur schleppend. Die GEW biete dem Betriebsrat Unterstützung an; gerade in den Feldern der Vorklassenarbeit und des Vertretungs- oder „Feuerwehrunterrichts“ gebe es enge Berührungspunkte. „Wir wollen, dass Beschäftigte in Schulen gut qualifiziert sind, anständige Arbeitsbedingungen vorfinden und eine angemessene Bezahlung erhalten, unabhängig davon, bei welchem Träger sie beschäftigt sind.“ Hierfür einzutreten sei mit einem Betriebsrat deutlich einfacher als ohne, so Gloede. Es bliebe aber dabei, so Gloede, dass ohne die Erhöhung der Referendariatsplätze in Bremen um mindestens 50 weitere, das drängende Problem des Lehrkräftemangels nicht gelöst werden könne.

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