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Quereinstieg ohne Perspektive

16.10.2017 - Elke Suhr

Lehrkräftemangel an Bremerhavener Schulen und die Folgen

Um den Fachkräftemangel an den Schulen zu begegnen, werden in Bremerhaven zunehmend mehr Quereinsteigende in der Tätigkeit einer Lehrkraft eingestellt. Aus den Vorlagen, die dem Personalrat Bremerhaven vorliegen, lassen sich hierzu folgende Zahlen ableiten: In den ersten neun Monaten dieses Jahres erhielten insgesamt 61 Quereinsteigende in Bremerhaven ein Einstellungsangebot, über den gleichen Zeitraum im Jahre 2016 waren es 52 und im Jahre 2015 waren es 33. Sie arbeiten engagiert und motiviert in den Schulen, um den täglichen Schulbetrieb aufrechtzuerhalten. Sie werden dabei durch ihre Kollegen und Kolleginnen in den Schulen unterstützt. Dies führt zu Mehrarbeit, die zum Teil über Mehrarbeitsvergütung bezahlt wird, trotzdem aber zu einer höheren Belastung führt.

15 Quereinsteigende haben seit Anfang des laufenden Schuljahres die Möglichkeit in zwei Jahren berufsbegleitend nachqualifiziert zu werden. Dies ist in Anbetracht der Einstellungszahlen eine viel zu geringe Quote, zumal die Qualifikation sich an Quereinsteigende richtet, die in der Sekundarstufe 1 oder 2 arbeiten. Der größte Lehrkräftemangel existiert aber in der Grundschule. Deshalb muss dringend über Qualifizierungsmaßnahmen nachgedacht werden, die auch quereinsteigenden Lehrkräften in und für die Grundschule eine Perspektive gibt.

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