Zum Inhalt springen

Proteste und Gerichtsverfahren bringen Erfolg für päd. Mitarbeiter*innen und Sozialpädagog*innen

90 Pädagogische Mitarbeiter*innen und Sozialpädagogische Fachkräfte werden endlich bei der Bildungsbehörde angestellt

30. April 2015: Die GEW überreicht der Bildungssenatorin Eva Quante-Brandt ca. 2000 Unterschriften zur Übernahme aller Beschäftigten bei Schulvereinen.

Fast zwei Jahre wurde gekämpft und gestritten, dass Schulvereine nicht mehr als Arbeitgeber für Pädagogische Mitarbeiter*innen an Schule eingesetzt werden. Nun ist es endlich so weit und ein wichtiges Ziel erreicht. Künftig werden Schulvereine nicht mehr Beschäftigungsträger für pädagogisches Personal im Ganztag sein. Die Behörde will allen Pädagogischen Mitarbeitern und Sozialpädagogischen Fachkräften aus dem Sek 1-Bereich, die bei einem Schulverein beschäftigt sind, ein Beschäftigungsverhältnis zum Januar 2017 unmittelbar bei der Senatorin für Kinder und Bildung anbieten. Das ist ein großer Erfolg.

Ungefähr 90 Mitarbeiter*innen erhalten damit einen gesicherten Arbeitsplatz im Öffentlichen Dienst. Damit enden die ungeschützten Arbeitsverhältnisse. Und viele Vorteile winken: VBL-Leistungen werden Standard, die ehemals unklaren Zuständigkeiten durch den Schulverein als Arbeitgeber und auf der anderen Seite die Schulleitungen lösen sich auf. Die Teilnahme an internen Stellenausschreibungen ist möglich, ein verbilligtes Job-Ticket steht zur Verfügung, die neue Familienpflegezeit kann in Anspruch genommen werden und bei Krankheit über sechs Wochen hinaus stockt der Arbeitgeber das Krankengeld auf (Krankengeldzuschuss).

Die Verträge werden wie folgt aussehen: TVL 9 mit der entsprechenden Erfahrungsstufe; Ferienregelung/Ferienverrechnung 95% Regelung (nachzulesen im GEW-Ratgeber Arbeitsplatz Schule für Pädagogische Mitarbeiter*innen und Sozialpädagogische Fachkräfte).

Bei noch anstehenden Gesprächen und Verhandlungen wird versucht, optimale Lösungen zu finden. Bei einigen wird es um die Erfahrungsstufe gehen, bei anderen um die berufliche Qualifikation. Die Bildungsbehörde hat zugesichert, dass sich die neuen Arbeitsverträge im Vergleich nicht verschlechtern werden.

Der Personalrat Schulen hilft bei Fragen oder möglichen Problemen. Er bewertet die neue Situation als sehr positiv. Endlich entstehen geregelte Abläufe, endlich erfahren die Pädagogischen Mitarbeiter*innen und sozialpädagogischen Fachkräfte die Wertschätzung für ihre Arbeit in der Ganztagsschule.

aus dem Stadtverbandsinfo für die Stadt Bremen August 2016

Kontakt
Inge Kleemann
Organisationseferentin
Adresse Bahnhofsplatz 22-28
28195 Bremen
Telefon:  0421-33764-48