zur Startseite
Pfad zur Seite:Startseite - Publikationen - BLZ - BLZ Archiv - BLZ September 2009 - 16.09.2009 Zur Arbeitsbelastung von Schulleitungen

16.09.2009 Zur Arbeitsbelastung von Schulleitungen

Entschließung der Personalversammlung vom 11.Februar 2009
Auf Initiative der Schulleitungsvereinigung und des PR Schulen hat in Bremen am 11.2. eine Personalversammlung der Schulleitungen stattgefunden. Sie verabschie-dete nachstehende Entschließung. U.a. aufgrund dieser Initiative wurde von der Be-hörde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit dem künftigen Berufsbild für Schul-leitungen beschäftigen sollte. Ergebnisse werden für September erwartet.
Der Vorstand der Schulleitungsvereinigung Bremen e.V. hat inzwischen gewechselt, der neue Vorstand besteht aus Petra Perplies-Voet, Helmuth Schnitger, Claudia Neumann und Heinrich Schmidt-Uenzen.
j.b.

Seitenabschnitte:
Verpflichtungen und Arbeitszeit für Schulleitungen endlich regeln
Forderungen:

 Arbeitsbelastung_Schulleitungen.pdf
 Entschließung zum
Downloaden

Verpflichtungen und Arbeitszeit für Schulleitungen endlich regeln

In den vergangenen Jahren sind im Rahmen der Prozesse "eigenständige Schulen" viele neue Aufgaben auf die Schulleitungen übertragen worden, wie z.B. erweiterte Personalverantwortung, Qualitätsentwicklung, Budgetierung, schulinterne Fortbildungsprogramme und Ziel-Leistungsvereinbarungen. Diese Aufgaben bringen einen hohen zusätzlichen Aufwand für die Schulleitungen mit sich, weil Erfassung und Auswertung von Daten und die Steuerung dieser neuen Prozesse einen hohen Zeitbedarf erfordern. Die Regelung der Durchführung der Personalentwicklungsgespräche fixiert die Handlungsabläufe an einem weiteren Punkt, ohne dass bisher die neuen Aufgaben der Schulleitungen systematisch in ihrer Zeitdimension und Verantwortlichkeit erfasst worden sind. Die Behörde und Politik formulieren über die Lehrerdienstordnung und Gesetze Aufgaben und handeln so, dass damit eine unbeding-te individuelle Verpflichtung der Umsetzung in jedem Einzelfall und aller so geregelten Aufgaben gegeben ist. Die gesetzliche Regelung der Arbeitszeit der Beamten besagt, dass die regelmäßige Arbeitszeit 40 Stunden in der Woche beträgt. Die meisten Schulleitungen arbeiten ungleich mehr, weil sie sich mit ihren Schulen und den Interessen ihrer Schülerinnen und Schüler und damit mit den Inhalten ihrer Arbeit identifizieren. Trotzdem ist aufgrund der tatsächlich zunehmenden Belastungen die Überlastung von vielen Schulleitungen erheblich gestiegen.

Die Schulleitungsvereinigung hat wegen der auch durch die geschilderten Prozesse verursachten und wahrnehmbaren Unzufriedenheiten vor zwei Jahren eine Umfrage unter den Schulleitungen durchgeführt. Das Ergebnis bestätigte die Unzufriedenheit systematisch. Neben den schlechten Kommunikationsbedingungen spielte die Frage der Arbeitsbelastung eine wesentliche Rolle. Die Behördenleitung hat damals die Seriosität der Untersuchung bestritten und als Konsequenz die Durchführung einer eigenen angekündigt, um so gemeinsam mit dem Verband zu einer Arbeitsplatzbe-schreibung und damit auch zu klaren Regelungen von Arbeitsverpflichtungen zu kommen. Diese Vorgabe wurde von der Senatorin auf der letzten Mitgliederversammlung des Verbandes ausdrücklich bestätigt. Bis heute sind diese Klärungsprozesse nicht eingeleitet worden. Das ist in Anbetracht der bevorstehenden tiefgreifenden Umgestaltungsprozesse eine schwere Hypothek, denn überlastete und unzufriedene Schulleitungen werden die komplizierten Prozesse kaum erfolgreich bewältigen können.

Forderungen:

Die Teilpersonalversammlung Schulleitung fordert Behördenleitung und Politik auf, endlich Klarheit über die Aufgaben und die die Zeitbedarfe, die für die Aufgabenbewältigung notwendig sind, herzustellen. Deshalb fordern wir

  1. die Festlegung eines Berufsbildes Schulleitung
  2. die unverzügliche Erarbeitung einer verbindlichen Aufgaben- bzw. Arbeitsplatzbeschreibung
  3. eine angemessene zeitliche Ausstattung für die Ausübung der Leitungstätigkeit
  4. eine Beteiligung der von Schulleitungen an allen Prozessen, die deren Arbeit unmittelbar tangieren.

Wir erwarten von den Verantwortlichen in der Behörde, dass die Anliegen der Schulleitungen endlich ernst genommen werden, damit das Klima einer produktiven dialogischen Zusammenarbeit entstehen kann. Ein weiteres Ignorieren der Anliegen der Schulleitungen wird über kurz oder lang zu einer Eskalation offener oder verdeckter Konflikte führen und damit die weitere Schulentwicklung erheblich behindern. Die Schulleitungen wünschen im Interesse der bremischen Schülerinnen und Schüler eine produktive und kooperative Zusammenarbeit mit der Behörde.

verantwortlich Helmut Zachau - Claudia Neumann - Heinrich Schmidt-Uenzen - Helmuth Schnittger

einstimmig angenommen

SucheHilfeEmailSitemap
Suche,Hilfe,Email,Sitemap