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09.06.2005 Zensuren-Boykott an Grundschulen

Auf einer weiteren Grundschulversammlung am 30.Mai zeigte sich - obwohl sich diverse Schulen noch nicht zu dieser Frage geäußert haben - eine große Boykottbereitschaft...



Am 30.Mai haben sich auf einer Grundschulversammlung wieder VertreterInnen von vielen Grundschulen getroffen. Es wurde ausführlich über die weiteren Protestmaßnahmen gegen Ziffernzeugnisse beraten.
Im Vorfeld hatten sich 24 Schulen mit sehr eindeutigen Beschlüssen für einen Boykott ausgesprochen. 7 Schulen sind bereits notenfrei, so dass 31 von 70 Schulen klare Position bezogen haben
Nach Einschätzung der Versammlung spricht dieses Ergebnis für eine große Boykottbereitschaft in vielen Kollegien. Allerdings haben sich bis heute diverse Schulen nicht zu dieser Frage geäußert. Für dieses Schuljahr haben wir zu spät mit unseren Aktionen angefangen. Aber: Der Protest muss weitergehen, dann haben wir eine große Chance. Hierfür wurde das weitere Vorgehen beraten:

1. Die Anzahl der "Boykotteure" reicht zum jetzigen Zeitpunkt nicht aus, um einen flächendeckenden Boykott zu organisieren.

2.Völlig klar wurde aber auch gesagt: Wir wollen die Zensuren aus den Bremer Grundschulen wegbekommen und bereiten einen flächendeckenden Boykott zu einem späteren Zeitpunkt vor.

3. Einige anwesende KollegInnen und inzwischen auch ganze Kollegien erwägen, schon zu diesem Sommer die Zensurenausgabe verweigern. Diese und weitere interessierte KollegInnen treffen sich






Materialien zum Downloaden:

 §53_(2)_Eroerterung.pdf
 

 ElternbriefKlasse3.pdf
 

 ElternbriefKlasse4.pdf
 





-Viele Schulen haben in der Zwischenzeit Anträge auf Zensurenbefreiung gestellt. Die Behörde hat in der Regel nicht reagiert. Hier gilt es, nachzufragen und sich die Ablehnungen begründen zu lassen!

-Einige KollegInnen werden an ihren Schulen über die Vergabe von Einheitsnoten beraten. Da es sich sowieso um eine "pädagogische Note" handelt, wäre dies eine Form des Widerstands unterhalb des Boykotts.

-Nebenstehend eine einen Vordruck zum Downloaden für den Antrag auf eine Erörterung. Durch das Personalvertretungsgesetz abgedeckt können KollegInnen auf diesem Weg ein offizielles Gespräch mit der Behörde in Anwesenheit des Personalrats beantragen.

 
- Weiter wurde vorgeschlagen, dass eine Schule, deren Antrag abgelehnt wurde, die Deputierten zu einer Diskussion einlädt. Die Uneinigkeit der Politik hat uns diese unsinnigen Zeugnisse eingebrockt. Alle anderen KollegInnen sollen dann aufgefordert werden, zu diesem Termin zu kommen.



-Für Schulen, die sich jetzt zu keinem Boykott in der Lage sehen, stehen hier auf der Seite Vordrucke für Briefe an Eltern der Klassen 3 bzw. 4 zur Verfügung. Die Versammlung hat beschlossen, dass diese an die Eltern der 3. und 4. Klassen verteilt werden sollen (entweder am Elternsprechtag oder zusammen mit den Zeugnissen).

-Die GEW wird versuchen, mit den Grundschulausschüssen des Zentralelternbeirats gemeinsame Schritte zu beraten. Trotzdem ist es mehr als notwendig, auf den einzelnen Konferenzen, die Elternbeiräte umfassend zu informieren und gemeinsame Vorgehen zu planen, um eine nachhaltige Unterstützung des Boykotts zu gewährleisten.

-Im September 2005 wird der Personalrat Schulen zu einer Teilpersonalversammlung einladen. Hier wollen wir den Boykott von einigen Schulen, die Wirkung der Protestmaßnahmen und unser weiteres Vorgehen beraten.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Burger und Insa Gildemeister

GEW Bremen, Löningstr. 35, 28195 Bremen
tele (0421) 337640 , fax 3376430, email: E-Mail-Adresse , Internet: http://www.gew-bremen.de

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