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16.01.2008 Wertschätzung der pädagogischen Arbeit

Durch den Wahlkampf der rot-grünen Koalition – insbesondere durch die Äußerungen Bürgermeister Böhrnsens – gewann das Wort von der „Wertschätzung der Arbeit der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes“ wieder eine Bedeutung und wurde seitens der Beschäftigten mit neuen Hoffnungen verknüpft. Denn in den letzten 10 Jahren sah die Wertschätzung der Arbeit der Lehrkräfte und der Pädagogischen MitarbeiterInnen durch den Bremer Senat wie folgt aus:

Seit 1997: Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung um 2 Unterrichtsstunden pro Woche für alle Lehrkräfte,
seit 2003:alle Lehrkräfte unter 50 müssen für die Dauer von zwei Jahren eine Unterrichtsstunde pro Woche mehr erteilen
seit 2003: Abschaffung der Altersteilzeit für verbeamtete Lehrkräfte
seit 2004 Senkung der Vergütung der Pädagogischen MitarbeiterInnen um 5%
seit 2005: Absenkung der Eingangsbesoldung für Lehrkräfte der Primarstufe und der Sekundarstufe I
seit 2005: Reduzierung der gesundheitlich notwendigen Altersermäßigung um 1 Unterrichtsstunde/Woche
seit 2005: Streichung von Weihnachts- und Urlaubsgeld für neuangestellten Lehrkräfte
seit 2006: Streichung von Weihnachts- und Urlaubsgeld für verbeamtete Lehrkräfte.

Seitenabschnitte:
und damit nicht genug...
Haushaltsnotlage?
Forderungen:
Erste Schritte:
Sofortmaßnahmen:



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und damit nicht genug...

Parallel dazu erfolgten durch die Bildungsbehörde:

  • die Erhöhung der Klassenfrequenzen
  • die Streichung des Halbgruppenunterrichts
  • die Reduzierung von Förderstunde
  • der Abbau von Funktionsstellen
  • ein Personalentwicklungskonzept, das nur Anforderungen kennt
  • die Erhöhung des bedarfsdeckenden Unterrichts für ReferendarInnen
  • zusätzliche Aufgaben für Fachleiter ohne Entlastung und ohne Beförderung
  • zusätzliche wöchentliche Präsenzzeit von 3 Stunden
  • zusätzliche Anforderungen an Pädagogische MitarbeiterInnen
  • die starre Festlegung der 5 Präsenztage in den Ferien
  • die Fortbildungsverpflichtung
  • die bürokratische Verordnung von Vergleichsarbeiten,

Lernstandsuntersuchungen Abschluss- und Nachprüfungen überflüssigen Dokumentationspflichten, Jahresplanungen, Evaluationen, Schulprogrammentwicklung, Qualitätsentwicklung.
Hinzu kommen stark reduzierte Mitspracherechte des pädagogischen Personals durch das neue Schulverwaltungsgesetz.

Diese Form der Wertschätzung gipfelte vor zwei Jahren in der Ablehnung des damaligen Senators für Bildung, mit dem Personalrat Schulen über Entlastungsmöglichkeiten für Lehrkräfte zu sprechen. Aber auch die mit Hilfe des Verwaltungsgerichts durchgesetzten Schlichtungsgespräche führten für die Beschäftigten bis zum Ende der Legislaturperiode zu keinem befriedigenden Ergebnis. Mit der neuen Behördenleitung werden erst jetzt die Gespräche wieder aufgenommen. Und dabei werden wir wieder deutlich machen: Nur gut ausgebildete, motivierte, gesunde, geachtete und ausreichend bezahlte Beschäftigte können die notwendige Arbeit für gute Bildung an den Schulen leisten.


Haushaltsnotlage?

Auch in einem Haushaltsnotlageland sind Zeichen der Wertschätzung möglich und notwendig!
Mit Gesprächen und einer abgespeckten Altersteilzeit können wir uns nicht zufrieden geben.
Die GEW fordert weiterhin:

Forderungen:

  • die Senkung der Unterrichtsverpflichtung
  • mehr Personal statt Mehrarbeit
  • Novellierung der Bremer Schulgesetze

Erste Schritte:

  • die KlassenlehrerInnen- und TutorInnenstunde
  • Schulentwicklungsstunden für Lehrkräfte und Pädagogische MitarbeiterInnen

Sofortmaßnahmen:

  • die Abschaffung der Präsenztage
  • die Abschaffung der Präsenzzeiten

Unabdingbar bleibt die Übernahme des Tarifergebnisses für die verbeamteten Lehrkräfte zum 1.1.2008!

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