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06.11.2010 Weimarer Aufruf

Für Mindestlohn in der Weiterbildung

Anlässlich der Weimarer Herbstakademie Weiterbildung 2010 der GEW und anderer Träger der Erwachsenenbildung am 5./6. November 2010 wurde
folgender Aufruf initiiert:
Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des Weimarer Aufrufs für
Mindestlohn in der Weiterbildung kritisieren scharf die Entscheidung der
Ministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen, den bestehenden
Branchentarifvertrag Weiterbildung nicht für allgemeinverbindlich zu erklären.
Besonders empört sind wir über die Begründung, dass es dafür kein öffentliches Interesse gäbe.
Für die ca. 25.000 Beschäftigten in diesem Segment der Weiterbildung wird es nun keinen Mindestlohn geben. Die Weiterbildung bleibt so ein Tummelplatz unseriöser Anbieter.

Gute Bildung braucht Qualität und Qualität hat ihren Preis.

Es kann nicht sein, dass Weiterbildnerlnnen Kurse für Erwerbslose geben und selbst oft nur am Existenzminimum leben.
Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner fordern Ministerin von der Leyen nachdrücklich auf, ihre Entscheidung zu revidieren und dafür zu sorgen, dass Weiterbildnerlnnen zukünftig den vereinbarten Mindestlohn erhalten.
Weimar, den 6. November 2010

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