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27.10.2004 Vorstellung des Projektes "Wir gestalten den Übergang"

Situation: Mitgliederentwicklung und GEW-Arbeit
Die GEW steht in absehbarer Zeit vor einer interessanten Situation: wir werden in 10 Jahren wahrscheinlich eine gute gewerkschaftliche SeniorInnen-Arbeit leisten, andererseits jedoch weder Kenntnisse über Interessenlagen jüngerer Kolleginnen und Kollegen haben noch über kompetenten politischen Nachwuchs verfügen...

- Aktive ältere Mitglieder mit ihren vielfältigen wertvollen Erfahrungen verlassen die GEW - andererseits organisiert sich eine wachsende Zahl von größtenteils jedoch gewerkschaftlich inaktiven, jüngeren Mitgliedern bei uns.
- Dazwischen fehlt eine PädagogInnen- Generation - sowohl in den Einrichtungen und Betrieben als auch in der GEW selbst.
- Aktive GEW-Mitglieder und Gremien arbeiten derzeit an vorwiegend (tages-) aktuellen bildungspolitischen Fragen in herkömmlicher Weise - Tendenz fallend. Dabei spielen auch Effektivität und Attraktivität dieser Arbeit eine Rolle.

Ziel des Projekts:
Die Frage, "WIE SOLL DIE GEW IN 10 JAHREN AUSSEHEN?" ist aus heutiger Sicht und durch uns allein - auch vor dem Hintergrund lokaler, nationaler wie auch internationaler politischer Entwicklungslinien - prinzipiell nicht zu beantworten.
- Das vom Landesvorstand eingerichtete Projekt "Wir gestalten den Übergang" hat das Ziel, sich mit der Zukunft(sfähigkeit) unseres Landesverbands zu befassen und uns dafür mit Vorschlägen zur inhaltlichen wie strukturellen Entwicklung zu unterstützen.
- Damit wird auch die Methode Projektarbeit exemplarisch angewendet und ein Beitrag zur Organisationsentwicklung auf GEW-Landesebene praktiziert.

Projektaufgaben:
im ersten Schritt wird in zwei parallele Richtungen gearbeitet:
a ) Strategien für gezielte Mitgliedergewinnung entwickeln
Da der Bremerhavener Stadtverband bereits seit geraumer Zeit an Fragen arbeitet, die sich mit Eintrittsmotiven von KollegInnen beschäftigt und dazu anhand der Mitgliederstatistik eine gute Vorarbeit geleistet hatte, war es möglich bereits kurz nach dem Projektstart erste interessante Erkenntnisse dazu für den Landesverband zu gewinnen:
- Quantitativ betrachtet, hatten wir im Vergleich zum vergangenen Jahr in diesem Jahr weniger Austritte und mehr Eintritte, darunter sehr viele Referendarinnen und Referendare, bemerkenswert ist auch die Zunahme in den nichtschulischen Organisationsbereichen.
- Eine Analyse der konkreten Zahlen wird nötig, wenn es um Fragen gezielterer Werbung vor dem Hintergrund qualitativer Erkenntnisse geht.
Dazu ist zu u.a. untersuchen,
- Welche Betriebsgruppen / Schulen bezüglich neu eingestellter Kolleginnen und Kollegen angesprochen werden müssen,
- welche Themen interessant für den GEW-Eintritt junger Kolleginnen und Kollegen wichtig waren/sind. (Dies soll anhand eines Fragebogens erfolgen, die Ergebnisse werden Ende des Jahres vorliegen),
- welche Projekte mit neu eingestellten LehrerInnen möglich sind,
- welche weiteren Akzente für gezielte Mitgliederwerbung entwickelt werden müssen,
- welche Werbemethoden, ggf. auch welche Kolleginnen und Kollegen dabei in welchen Zusammenhängen besonders erfolgreich sind/waren,
- wie eine Betreuung von neuen LehrerInnen aussehen müsste.

b) Interesse junger GEW-Mitglieder für die Mitarbeit im Projekt wecken.
Dies erfolgt über
- Persönliche Ansprache durch ProjektmitarbeiterInnen
- Infotische bei Veranstaltungen oder Aktionen
- BLZ-Notiz: Wer hat Lust auf Neues
- Werbung auf unserer Homepage
- Vernetzungsangebote für bereits bestehende Aktivitäten


In der nächsten Projektphase sollen vor allem Vorschläge zur Planung zur GEW-Arbeit in den kommenden Jahren beschrieben werden:
- Zielbeschreibungen zukünftiger politischer Arbeit und perspektivisch zu verändernden Arbeitsweisen der GEW;
- Ansätze für die Einarbeitung neuer Mitglieder und den Kompetenztransfer zwischen "alten" und jungen FunktionärInnen;
- die Voraussetzungen und Chancen bei der Implementierung von Projektergebnissen;
- sowie Eckdaten für strukturelle, zeitliche wie auch finanzielle Erfordernisse bei der Aufgabenumsetzung.

Basis hierfür sollen u.a. quantitative wie qualitative Ergebnisse (s.o.), Methoden der Zukunftswerkstatt und auch andere, im weiteren im Projektverlauf zu entwickelnde Arbeitsweisen sein.

Das Projekt wird die GEW-Vorstandsgremien über den Fortgang der Arbeit informieren und seine Arbeit im August 2006 mit der Vorlage von Vorschlägen zur weiteren GEW-Arbeit abschließen.

Ansprechpartner: Michael Mork

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