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28.01.2009 Szenische Lesung mit der bremer shakespeare company

"Aus Gründen der inneren Sicherheit des Staates..."
Ausweisung, Verfolgung und Ermordung des bremer Arbeiters Johann Geusendam
Diese Rechtfertigung staatlichen Handelns verfolgte Johann Geusendam bis zu seinem gewaltsamen Tod 1945. Zwangsmigration, Verfolgung und Widerstand prägten das Leben
des Arbeiters, das in außergewöhnlichem Maße Gegenstand
öffentlichen Interesses war. Im Kaiserreich und in der Weimarer Republik stand das Ausweisungsverfahren gegen den gebürtigen
Holländer Geusendam mehrfach auf der Tagesordnung der Bremischen Bürgerschaft. Die Tageszeitungen berichteten
ausführlich über die Debatten und über den Fall Geusendam.

Studierende der Universität Bremen haben in verschiedenen Archiven zu Johann Geusendam recherchiert und seine Biografie aus den Verhandlungen in der Bürgerschaft, aus Polizeiund
Gerichtsakten rekonstruiert. Diese Akten aus drei politischen Systemen bringt die bremer shakespeare company in der szenischen Lesung zum Sprechen.

 Geusendam_Lesung_Faltblatt.pdf
 

Seitenabschnitte:
Das Projekt: Aus den Akten auf die Bühne
Die bremer shakespeare company
Die Partner:



Termine
Mittwoch, 28. Januar 2009 19.30 Uhr
Sonntag, 1. Februar 2009 11.30 Uhr
Dienstag, 3. Februar 2009 19.30 Uhr
Veranstaltungsort
Plenarsaal der Bremischen Bürgerschaft
im Haus der Bürgerschaft
Am Markt 20
Eintritt
10 Euro/ermäßigt 6 Euro
Schulklassen in Begleitung 4 Euro
Kartenvorverkauf
Di.–Sa.: 15–18 Uhr
Telefon 0421/50 03 33
www.shakespeare-company.com




Das Projekt: Aus den Akten auf die Bühne

Mit der szenischen Lesung Aus Gründen der inneren Sicherheit des Staates… setzt die Projektgruppe Aus den Akten auf die Bühne ihre erfolgreiche Arbeit fort. 2007/08 wurde die erste Lesung Grund der
Ausweisung: Lästiger Ausländer in Bremen und Berlin vom Publikum und von den Medien sehr gut angenommen.
In dem Projekt arbeiten Studierende aus dem Schwerpunkt Geschichte in der Öffentlichkeit des Masterstudiengangs Geschichte an der Universität Bremen unter der wissenschaftlichen Leitung von
Dr. Eva Schöck-Quinteros zu Themen der Geschichte Bremens im 19. und 20. Jahrhundert. Ziel dieser Kooperation zwischen Geschichtswissenschaft und Theater ist es, ausgewählte Dokumente aus Archiven und Bibliotheken auf der Bühne zum Sprechen zu
bringen.



Die bremer shakespeare company



Die bremer shakespeare company ist ein 1983 gegründetes Theater in Selbstverwaltung. Einzigartig in der deutschen Theaterlandschaft sind die kontinuierliche Beschäftigung mit Shakespeare und den Spielweisen des Volkstheaters, die publikumsnahe Spielweise und eigene Stückübersetzungen.

Mit dreißig MitarbeiterInnen auf und hinter der Bühne bietet die bremer shakespeare company das größte Shakespeare-Repertoire auf einer deutschen Bühne. In ihrem eigenen Theater am Leibnizplatz spielt die bremer shakespeare company jährlich über zweihundert Vorstellungen. Mit mehr als fünfzig Gastspielen im Jahr ist ihre Arbeit im gesamten deutschsprachigen Raum präsent.
Durch Koproduktionen mit nationalen und internationalen Theatergruppen, der Hochschule für Künste, der Universität und anderen Institutionen ist die bremer shakespeare company in den Köpfen und Herzen ihres Publikums fest verankert.



Die Partner:

Die bremer shakespeare company übernimmt die künstlerische
Gestaltung der Lesung. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Bremischen Bürgerschaft und ist Teil des Programms des Vereins Erinnern für die Zukunft zum 27. Januar 2009 – Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.
Das Projekt wird gefördert von der Sparkasse Bremen,
der Arbeitnehmerkammer Bremen und der Stiftung die
Schwelle.
www.grund-der-ausweisung.de/2009

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