| von Monika Nebgen Fachgruppe Sozialpädagogische Berufe | 
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| Vor dem Hintergrund veränderter, gesellschaftlicher Anforderungen an Bildung, Erziehung und Betreuung gilt es neue Formen des kooperativen Miteinanders von Jugendhilfe und Schule zu entwickeln. Die neu errichteten Ganztagsschulen bieten hierfür Chancen neue Wege in der Kooperation zu gehen und Ansätze der Jugendhilfe – verankert im SGB VIII- in die Schule einzubringen und mit den Angebote der Schule zu verbinden. Derzeit bilden sich verschiedene Formen der Kooperation heraus. Schwerpunkte in den Ganztagsschulen im Sek.I –Bereich liegen in der Beratung- und Präventionsarbeit und in der Erweiterung der sozialen Kompetenz. Bei den Angeboten zur Prävention und in Beratungsgesprächen geht es darum, die Schülerinnen und Schüler bei der Bewältigung schulischer und auch alltäglicher Lebensprobleme und Risiken zu unterstützen. Neben dem erwähnten Beratungs- und Präventionsansatz und dem offenen Angebot umfasst der sozialpädagogische Auftrag zielgruppenspezifische Angebote wie z.B. Mädchenarbeit, Angebote für Jungen, Soziale Gruppenarbeit, soziales Lernen in den Klassen, individuelles Fördern und Fordern, AGs im Rahmen des AG-Programms, Arbeit mit Eltern und Erziehungsberechtigten, Mitarbeit in Schulgremien und die Vernetzung mit sozialen Diensten und Einrichtungen im Stadtteil. Neben dem schulsozialpädagogischen Ansatz gibt es auch die Möglichkeit des gemeinsamen Arbeitens - integriertes Modell - in einer Klasse bzw. Klassenfamilie. Dieser Ansatz wird in der Regel in den Grundschulen bevorzugt. Die Klassenlehrer/in und die Erzieher/in arbeiten sehr eng zusammen, wobei in der Regel die Lehrkraft auch weiterhin ihren Schwerpunkt in der Wissensvermittlung hat, und die Erzieherin die Schwerpunkte Soziales Lernen ( Klassenrat, Üben von Sozialem Verhalten) und Angebot im Freizeitbereich übernimmt. In den Ganztagsschulen mit einem rhythmisierten Tagesablauf gestalten die Lehrer/in und die Erzieher/in den gesamten Tag im Wechsel bzw. auch zeitweise ihn Doppelbesetzung. Bei den sog. additiven Modellen läuft der Unterrichtsvormittag wie gehabt nur mit Lehrkräften. Die Erzieher/in kommt in der Mittagszeit hinzu und übernimmt die Klasse und führt ihre Angebote am Nachmittag durch. Um diese Arbeitsansätze adäquat erfüllen zu können, müssen aus gewerkschaftlicher Sicht die Arbeits- und Rahmenbedingungen der ErzieherInnen, SozialpädaogInnen und Dipl. PädagogInnen dringend verbessert werden. Folgende Forderungen stellen sich für uns:
- Angemessene Stundenzahl mindesten 30 Wochenstunden.
- Die Bezahlung/ Entgeltleistungen müssen sich an der Ausbildung und der Tätigkeit orientieren
- Es muss feste Zeiten und Strukturen für die Kooperation von Lehrkräften und sozialpädagogischen Fachkräften zur Verfügung stehen
- Es müssen regelmäßig gemeinsame Fortbildungen von Lehrkräfte und sozialpädagogischen Fachkräften stattfinden
- Die 95% -Regelung für die Ferienzeiten muss wieder abgeschafft werden, damit diese Stunden für das Schuljahr zu Verfügung stehen
- Ferienprogramme sollten in den jeweiligen Stadtteilen / Quartieren Schul- und Träger übergreifend entwickelt werden. Sozialbenachteiligte Kinder müssen kostenlos daran teilnehmen können.
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