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Publikationen BLZ BLZ Archiv BLZ Februar 2009 16.02.2009 Sehr zu empfehlen:Handbuch Sprachfö... | ||||||
| 16.02.2009 Sehr zu empfehlen:Handbuch Sprachförderung | ||||||
| Hg. Von Christiane Bainski und Marianne Krüger NDS-Verlag, GEW NRW von Jürgen Burger | ||||||||||||||||||
| „Etwa die Hälfte aller Schulkinder aus großstädtischen Haushalten wächst zweisprachig auf. Tendenz steigend. Doch in deutschen Bildungsinstitutionen wird Zweisprachigkeit, eine wertvolle Kompetenz, leider überwiegend als Defizit wahrgenommen. Ein Eindruck, der sich in Schultests vielfach zu bestätigen scheint. Vor allem dann, wenn Sprachförderung einseitig als bloße Deutschförderung durchgeführt wird. Die Deutschkenntnisse aller Kinder verbessern und einen ‚produktiven, wertschätzenden Umgang mit Mehrsprachigkeit’ pflegen – das möchten viele Pädagoginnen und Pädagogen. Aber wie? Dieses Handbuch liefert hierfür das nötige Rüstzeug.“ Dieser Anspruch, im Einführungstext erhoben, ist hoch – und er wird eingehalten! Alle Lehrkräfte, die Kinder unterschiedlicher Herkunftssprachen unterrichten (also wir fast alle), finden hier ein ausgewogenes Verhältnis von Theorie und Praxis. |
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| Grundlagen: | ||||||||||||||||||
| Ingrid Gogolin erläutert das Konzept der „durchgängigen Sprachförderung“, das im Zentrum der Aktivitäten des BLK-Programms „FÖRMIG – Fördern von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund“ steht. Unter den 41 Staaten mit vergleichsweise hohem Anteil von Migrantenjugendlichen gibt es nur drei (Deutschland, Dänemark und das flämische Belgien), in denen die Einwanderer der ersten Generation bei PISA 2003 besser abgeschnitten haben als die der zweiten Generation. Außerdem klaffen die Ergebnisse am Ende der Grundschule (IGLU) und der Sek. I (PISA) erheblich auseinander. „Die Frage nach den Gründen für diese Ergebnisse ist dringlich zu klären“. Hans-Joachim Roth, der selbst in Hamburg an der Erarbeitung von HAVAS beteiligt war, untersucht in einem kritischen Überblick Verfahren zur Sprachstandsfeststellung, u.a. auch den CITO-Sprachtest, der jetzt nach Bremerhaven auch in der Stadtgemeinde Bremen zur Anwendung kommen soll. Dieses zunächst in den Niederlanden entwickelte Verfahren (Toets Tweetaligheid) wird als Test recht gut beurteilt, einschränkend heißt es jedoch: „Der CITO-Sprachtest hat zwar auch zum Ziel, Förderbedarfe auszuweisen, kann dem aber allein anhand der ausgeworfenen Punktwerte kaum hinreichend gerecht werden.“ Christiane Bainski beschäftigt sich mit der Verbindung von Deutsch als Zweitsprache und dem Bildungsziel Mehrsprachigkeit. Sie schreibt u.a.: „Eine verstärkte Förderung ist wichtig, bleibt jedoch ohne Nachhaltigkeit, wenn der Förderprozess nicht fortgeführt wird. ... Im anglo-amerikanischen Sprachraum wird eine Spanne von fünf bis zu neun Jahren zu Grunde gelegt, bis eine gleichwertige Sprachkompetenz mit Muttersprachlern erwartet wird.“ | ||||||||||||||||||
| Hinweise, Konzepte und Erfahrungen | ||||||||||||||||||
| Die Stärke des Handbuches besteht darin, dass an diesem Punkt – der Darstellung der grundlegenden Erkenntnisse und Orientierungen – nicht Schluss ist, sondern der größere Teil noch folgt. Er bietet eine Fülle von Anregungen, den eigenen Unterricht zu durchdenken und nach weiteren Hilfen zu suchen. | ||||||||||||||||||
| Themenübersicht: | ||||||||||||||||||
| ● Zeitfenster des Sprachenlernens ● Checkliste für eine sprachfreundliche Schule ● Koordinierte Alphabetisierung (KOALA) in der Grundschule ● Der Rucksack in der Grundschule – koordinierte Sprachförderung und Elternbildung ● Möglichkeiten fortlaufender Sprachförderung im Sachunterricht – Mit Kindern und Sachen auf dem Weg zur „Sprache der Schule“ ● Deutschunterricht in mehrsprachigen Klassen ● Möglichkeiten der Integration von Phonetikübungen in den DaZ-Unterricht ● Mit dem Rhombus nach Rom – Aufbau einer fachgebundenen Sprache im Mathematikunterricht der Grundschule ● Sprachförderung als Aufgabe der Schulentwicklung ● Ganztägig Sprache lernen: eine Chance für Kinder aus zugewanderten Familien ● Kompetenzen testen – leicht gemacht: C-Test für die Orientierungsstufe ● Fehler und Fehlerkorrektur bei schriftlichen Arbeiten von mehrsprachigen Schülerinnen und Schülern ● Sprachförderung im Fachunterricht – Erfahrungen und Material aus dem BLK-Modellversuch Sinus Transfer Nordrhein-Westfalen ● „Ej, Alter, was geht?“ – Förderung der (körper)sprachlichen Ausdrucksfähigkeit in der Berufsvorbereitung mit theaterpädagogischen Methoden. Wahrlich, es gibt doch noch etwas mehr als die Ostercamps. | ||||||||||||||||||