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| 16.10.2009 Schweinegrippe-Pandemie und Massenimpfung | ||||||
| Eine Marketingaktion der Impfstoff-Hersteller? von Prof. Dr. med. Peter S. Schönhöfer Mitherausgeber des arznei-telegramm Senatsdirektor a.D. | ||||||||||||||||
| Im Jahre 2007 spülte ein wahrscheinlich nutzloser Impfstoff gegen Papillomviren, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können, fast eine Milliarden € in die Taschen des Herstellers Sanofi-Pasteur-MSD, nachdem er mittels einer massiven medialen Angstkampagne die jungen Frauen „impfreif“ gemacht hatte. Das Geschäft wollte wohl 2009 der Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) für seinen gegen die Vogelgrippe entwickelten Impfstoff nachmachen. Also wandelte er sein PANDEMRIX in einen Impfstoff gegen ein Schweinegrippevirus um, das in Südamerika und Mexiko beim Menschen aufgetreten war. Dieses angeblich neue Virus wurde im Mai 2009 in der BBC von dem namhaften britischen Regierungsberater Professor Sir Roy Anderson zu einem bedrohlichen Pandemie-Virus erklärt. Er eröffnete damit eine Pandemie-Angstkampagne in den Medien. Was man aber nicht wusste: der Experte stand seit Jahren mit jährlich 135.000 € auf der Gehaltsliste von GSK, so dass er aus verständlichen Motiven für Interessen des Impfstoffanbieters eintrat. Auch in Deutschland finden sich bei mehr als der Hälfte der obersten Berater der Regierung in Impffragen (Ständige Impfkommission, STIKO) finanziellen Beziehungen zu Impfstoffherstellern, ohne dass sie wegen Interessenkonflikten von ihrer Funktion suspendiert werden. Dies erklärt nicht nur manche Marketingerfolge fragwürdiger Impfstoffe, sondern auch die Arbeitsweise der Korruption im Gesundheitswesen. |
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| Verwässerung der Definition | ||||||||||||||||
| Solche Beratung verwässerte zur gleichen Zeit die bisher gültige Pandemiedefinition der WHO, damit die Generaldirektorin der WHO das harmlose Schweinevirus zum lebensbedrohlichen Pandemie-Erreger hochjubeln konnte, begleitet von entsprechenden Medienkampagnen. Die Ausrufung einer Pandemie durch die WHO verpflichtet alle Staaten zu einschneidenden und finanziell aufwändigen Schutzmaßnahmen sowie zur Gefahrenabwehr z.B. durch eine Massenimpfung, für die bei einer milden und komplikationsarmen Virusinfektion wie der Schweinegrippe kein medizinisches Erfordernis besteht. Manche unserer Medien haben die absurde Situation gut beschrieben, wenn sie von Fliegern mit erholten Mallorca-Urlaubern berichteten, die daheim von mit Schutzanzügen bekleidetem Personal in Quarantäne geschickt wurden. Bund und Länder reagierten wie von GSK gewünscht mit der Bestellung von 50 Millionen Impfdosen bei GSK. Wie blande die Schweinegrippe in der Regel tatsächlich verläuft, lässt sich leicht mit Zahlen belegen. In Deutschland wurden bislang etwa 20.000 Erkrankte registriert, aber kein Todesfall, und das auch jetzt noch nicht trotz laufender Tatarenmeldungen von Experten oder Verwaltungsmedizinern. In einer üblichen Grippesaison (Oktober bis März) muss man in Deutschland mit mindestens 10.000 Todesfällen bei Kranken oder Geschwächten rechnen, das sind mehr als 50 Todesfälle pro Tag im Winterhalbjahr. Von der Schweinegrippe-Pandemie dazu bisher: Fehlanzeige. Um für das Geschäft mit der Massenimpfung gegen die Pandemie genügend Material zu haben, werden dem Pandemie-Impfstoff in Europa Wirkverstärker zugesetzt, die noch nie zuvor in einem handelsüblichen Impfstoff verwendet wurden und deren Sicherheit folglich unzureichend erprobt ist. Solche Impfverstärker können möglicherweise vermehrt überschießende Immunreaktionen auslösen, die sich dann gegen körpereigene Strukturen richten können. Bekannt sind die Auslösung von Nervenschäden mit Fühlstörungen und Lähmungen (Guillain-Barré-Syndrom), aber auch von Fieber, Atemnot u.a. Solange diese Impfstoffzusätze nicht hinreichend auf ihre Sicherheit geprüft sind, erscheint eine unkontrollierte Breitenanwendung unvertretbar. Das gilt insbesondere bei Schwangeren und Kindern, deren Impfung die Behörden dennoch quasi als Massenexperiment empfehlen. Probleme mit einer milde verlaufenden Schweinegrippe und deren Impfstoff sind nicht neu. In den 1970er Jahren wurde ein asiatisches Schweinegrippevirus durch Soldaten aus Vietnam in die USA eingeschleppt, das sich von Mensch zu Mensch weiter verbreitete. Deshalb wurde ein Impfprogramm mit etwa 40 Millionen US-Bürgern begonnen. Dabei beobachtete man mehr als 500 schwere Erkrankungen an Guillain-Barré-Syndrom. Deshalb wurde die Impfung 1976 eingestellt, da die Schäden der Impfung als schwerwiegender eingeschätzt wurden als die Schäden der Viruserkrankung. Meiner Kenntnis nach ist die deutsche Öffentlichkeit von keinem der offiziellen Experten bisher über diese Vorerfahrungen mit der Schweinegrippe und dem resultierenden Kenntnisstand zur Impfung informiert worden. | ||||||||||||||||
| Zusamenfassung | ||||||||||||||||
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