| von Jürgen Burger | |
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| Die Große Koalition hat in den zwölf Jahren ihrer Amtszeit ein Schulsystem etabliert, das sowohl hoch selektiv als auch unübersichtlich und instabil ist.
Kaum ist die alte Landesregierung abgetreten, gibt es absolut niemanden mehr, der es erhalten will. Selbst die Bremer CDU ist sofort nach der Wahl umgeschwenkt und befürwortet jetzt ein zweigliedriges System, bestehend aus Gymnasium und Gesamtschule. Dabei will sie die frühe Aufteilung der SchülerInnen nach Klasse 4 retten.
Die neue Koalition hat einen Schulentwicklungsplan angekündigt, der bis zum nächsten Frühjahr erarbeitet werden soll. Frau Jürgens-Pieper hat auf dem Gewerkschaftstag der GEW Bremen „längeres gemeinsames Lernen“ als Ziel eines solchen Plans benannt. Neben einer Behörden-Arbeitsgruppe und einem externen Beraterkreis soll ein Fachausschuss der Bildungsdeputation tagen, in dem auch die „fachlich Betroffenen“ zu Wort kommen.
Die BLZ will einen Beitrag dazu leisten, dass gangbare Wege gefunden und beschritten werden, die uns dem Ziel einer gemeinsamen Schule bis zur 10. Klasse näher bringen. Wie eröffnen mit diesem Heft die Diskussion. Zu Beginn bringen wir eine Auseinandersetzung mit dem „Zwei-Säulen-Modell“, das jetzt von der Bremer CDU aufgegriffen wurde. Es folgen eine Übersicht über die Bremer Schulentwicklung vor und während der Großen Koalition sowie ein Positionspapier des Zentralelternbeirates.
Als „fachlich Betroffene“ sind die Fachgruppen und alle KollegInnen aufgefordert, Vorschläge und Forderungen zu entwickeln. Wir bitten um Stellungnahmen für die BLZ.
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