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Pfad zur Seite:Startseite - Aktuelles - Aktuelle Infos - Infoarchiv 2006 - 10.03.2006 STREIKAUFRUF

10.03.2006 STREIKAUFRUF

Am Mittwoch , 15.03.06 wird das SII-Zentrum an der Alwin-Lonke-Str. in Grambke bestreikt.
Die Arbeitskampfleitung ruft alle angestellten Lehrkräfte in den stadtbremischen Schulen auf, sich an diesem Streik aktiv zu beteiligen Unser Ziel des Erhalts eines gemeinsamen Tarif ertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) wird nach wie vor durch die harte und
taktierende Haltung der Arbeitgeberseite blockiert:
Wir blockieren nun auch!
Um das der gegnerischen Seite deutlich zu machen, treffen wir uns um 07.00 Uhr am Außenbereich der Schule an der Alwin-Lonke Str
 
Konkrete Informationen über den organisatorischen Ablauf folgen.
Wir bitten dich, diese wie auch die folgenden Informationen den Kolleginnen und Kollegen deiner Schule mitzuteilen und damit eine große Beteiligung am Streik zu gewährleisten
 
Folgende Anregung möchte eich auch gern weitergeben: Die KollegInnen der Bremer KiTasstreiken schon längere Zeit, die meisten der städtischen Einrichtungen sind heute bereitsden 4 Tag geschlossen Dort würde es bestimmt sehr begrüßt werden, wenn Schulen, die
im Umfeld der Notdienst- KiTas liegen, den dort Notdienst leistenden KollegInnen einen Besuch abstatten und damit ihre Solidarität zeigen können.

Wie können sich die verbeamteten KollegInnen beteiligen?
Beamte können sich nach Interpretation des
Bundesverfassungsgerichts an Streiks beteiligen,
wenn dadurch Unterricht oder andere vom Dienst vorgesetzten angeordnete Dienste nicht ausfallen.
Sind diese Dienste nicht beeinträchtigt, ist eine
Teilnahme an Streiks nicht rechtswidrig.
Beamte müssen keine Streikbrecherdienste leisten:  
Sie sind nach höchstrichterlicher Rechtsprechung
nicht erpflichtet, einer Anordnung des
Dienstvorgesetzten zu folgen, aufgrund derer
sie die im Streik befindlichen KollegInnen vertreten
sollen (1 BVR 1213/85 vom 2.3.1993)

 Streikaufruf_15_03_06.pdf
 Streikaufruf zum Downloaden
und Verteilen

Noch ein paar Bemerkungen:

Wird die Arbeitszeit erhöht, können die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst Stellen streichen
Die 18 Minuten Mehrarbeit am Tag bedeuten 14 Tage im Jahr (= 4 % Lohnkürzung) undsummieren sich im Laufe eines Erwerbslebens auf 2 Jahre – das würde allein in Bremen ca. weitere 1100 Stellen kosten Und dann sollen wir auch noch bis 67 durchhalten – statt mit Neueinstellungen offensiv der katastrophalen Arbeitsmarktsituation zu begegnen und damit gleichzeitig die Qualität öffentlicher Dienstleistungen zu verbessern sowie die Beschäftigten
zu entlasten, vernichtet der Staat weitere etwa 4% der öffentlichen Arbeitsplätze.

Mit solidarischen Grüßen

Christian Gloede-Noweck
Bernd Winkelmann
Für die Arbeitskampfleitung: Wolfgang Bielenberg

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