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| Rechtsextremismus | ||||||
![]() | Wie erkenne ich Neonazis? Und wenn einer in meiner Klasse ist? Was tun? Beim Thema des Neofaschismus herrscht schon lange eine große Unsicherheit. Einerseits die unbegreifbare Last der Vergangenheit, andererseits die aggressive Konfrontation von jungen Menschen, die sich zum einen für das Vergangene nicht verantwortlich fühlen, zum anderen einen positiven Bezug zur verbrecherischen Geschichte herstellen. Seit Jahrzehnten ist dies das Hauptthema von neuen Nazis, die sich hierzu gerne der älteren bedienen. Bei Aufmärschen der Naziszene gibt es kein Thema, was junge Menschen in ähnlich großer Anzahl zu ihren Veranstaltungen mobilisiert. Ob die Gegendemos zur "Wehrmachtssaustellung", die Demos zum Todestag des Hitlerstellvertreters Hess, oder zum Gedenken der Bombardierung Dresdens im Februar. Bei diesen Events der Szene versammeln sich mehrere tausend, zumeist junge Menschen. Was verbindet sie mit ihren historischen Vorbildern aus dem Nationalsozialismus? Was sind ihre Darstellungen der Geschichte? |
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| Viele Rechtsrockbands haben entsprechende Texte und benennen sich nach ihren Vorbildern. Die bekannteste dürfte "Landser" aus Berlin sein, aber auch "Kommando Freisler" oder "KDF" sind nur ein paar Beispiele für die deutliche Sprache dieser Jugendkultur. Doch das Auftreten der Szene erweitert sich. Nicht mehr nur martialische Skinheads, in Tarnbekleidung, Bomberjacken, Schnürstiefeln marschieren auf. Auch autonome Nationalisten in Baggypants, Sneakern, bunten Haaren latschen mit. Was unterscheidet diese neue Form des nationalen Revoluzzers von seinen Kameraden? Warum kleidet er sich so wie seine Gegner aus der autonomen Antifa? Alles Mimikry? Anhand unserer Sammlung an Materialien zum Thema Neonazis, welche archivierte Zeitschriften, Plakate, Photos, Texte aus dem Internet, Musik und mehr aus dem Archiv von Standpunkt umfasst, wollen wir mit euch zum Thema arbeiten. Für thematische Vorschläge oder Fragen sind wir auch im Vorhinein dankbar. Es soll aber auch an Erfahrungen aus der Arbeit mit Jugendlichen angeknüpft werden. Der Umgang mit Neonazis diskutiert werden, damit Fehler aus der Vergangenheit, wie in der akzeptierenden Arbeit mit jugendlichen Nazis nicht wiederholt werden. Gerade in unserer heutigen Zeit, in der Parteien wie die NPD bei den Jung- und ErstwählerInnen bis zu 30% Zustimmung erhalten, ist es keine Frage mehr: Eine antifaschistische Pädagogik ist notwendiger denn je. Das Schimpfen vieler älterer Zeitgenossen auf die unpolitischen jüngeren, bleibt eine Verharmlosung der Zustände. In einer Gesellschaft, die immer weniger Solidarität und Humanismus kennt, die Egoismus und jegliche geistlose Hetze gegen Minderheiten als Freiheit feiert sind wir als GewerkschafterInnen gefragt. Wir müssen uns mit diesem unangenehmen Thema auseinandersetzen, denn: "Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen. Darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben." (Primo Levi) | Kooperation: | |||||||||||||
| Wir freuen uns auf interessierte KollegInnen und ein spannendes Seminar! Leitung: Carsten Neumann Initiative Standpunkt (antifaschistische Bildungs- und Kulturarbeit) Ort: Bremen Termin: Freitag, 12. November 2010, 9 – 15 Uhr Kosten:kostenlos für GEW-Mitglieder (einschließlich Mittagessen) für Nicht-Mitglieder € 10,--. | ||||||||||||||
| Anmeldung | ||||||||||||||
| Verbindliche Anmeldung: bei der GEW Bremen, Myriam Hoffmann, Tel.: 0421-3376431, Fax: 0421-3376430, E-Mail: info [at] gew-hb.de oder schriftlich an: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Löningstraße 35, 28195 Bremen Wichtig! Die Seminare werden aus den Mitgliedsbeiträgen bezuschusst. Wir müssen hohe Ausfallkosten beim Tagungshaus zahlen, wenn wir kurzfristig Teilnahmeplätze absagen. Deshalb müssen wir von unseren Teilnehmenden bei einer Absage von weniger als zwei Wochen vor Beginn des Seminars eine Ausfallgebühr in Höhe der Eigenbeteiligung berechnen. | ||||||||||||||