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| Der Streit unter Schülern, der am 20. November eskalierte und zu einer Messerstecherei führte, hat mehrere Dinge verdeutlicht:
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| - Der Täter ist der Schule und dem Kollegium schon lange als gewaltbereit und gefährlich bekannt. Die Schule teilt in diesem Punkt die Einschätzung der Polizei, ein solcher Vorfall sei befürchtet und eigentlich erwartet worden.
Selbstverständlich sind verschiedenste Versuche von Seiten der Schule unternommen worden, um diesem Schüler zu helfen und eine positive Entwicklung zu ermöglichen. Alle bisherigen Bemühungen sind allerdings von der vorgesetzten Behörde zurückgewiesen worden. Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Schulbehörde solche Probleme nicht erkennt oder nicht ernst nimmt und ständig die pädagogische Kompetenz der an der Schule arbeitenden KollegInnen in Zweifel zieht. Gebetsmühlenartig werden in Krisensituationen Fortbildungen empfohlen statt wirkliche Hilfen anzubieten. Es gibt in der bremischen Schulstruktur weder ein Konzept noch eine Einrichtung für SchülerInnen, die pädagogisch nicht mehr ansprechbar sind und für ihre unmittelbare Umgebung eine Gefahr darstellen. - Der Vorfall an sich stellt jahrelange harte Arbeit des Kollegiums der WKS im Stadtteil in Frage. Die Pressearbeit der Schulbehörde in diesem Fall macht die Arbeit zunichte.
Es wurde unmittelbar, äußerst schnell und kompetent reagiert. Der an diesem Tag in der Schule weilende Kontaktpolizist war schon vor der Messerstecherei über eine Krisensituation informiert und konnte deshalb den Täter auch wenige Minuten nach der Tat dingfest machen. Die LehrerInnen, die Aufsicht hatten, trugen zur Deeskalation bei, andere KollegInnen unterstützten sie, sobald sie von dem Vorfall erfuhren. Der verletzte Schüler wurde sehr schnell medizinisch versorgt und von seinem Klassenlehrer pädagogisch betreut. Die Schule hat vor dem Unterricht des Folgetages eine Dienstbesprechung unter Beteiligung der Schulaufsicht durchgeführt, um das weitere Vorgehen zu beraten. In jeder Pause fanden Kollegiumstreffen statt, um zu informieren, zu beraten und die Feinabstimmung durchzuführen. - Der Täter ist dem Richter vorgeführt worden, der ihn wieder nach Hause schickte. Mit Billigung der Schulaufsicht ist er der Schule verwiesen worden. Ein Hausverbot wurde ausgesprochen. Offensichtlich werden die Auflagen nur unzureichend oder gar nicht kontrolliert; denn Donnerstag Vormittag ist der Täter wieder auf dem Schulhof gewesen und hat allein durch seine Anwesenheit Angst und Schrecken verbreitet. Selbstverständlich hat auch in diesem Fall das Lehrerkollegium angemessen reagiert.
Diese Art des richterlichen Umgangs mit solchen Tätern trägt nicht zur Beruhigung einer angespannten Situation bei. - Trotz der mangelhaften und viel zu geringen Ausstattung der Ganztagsschule bietet die WKS sehr vielen SchülerInnen einen geschützten Ort des Lernens und der sinnvollen Freizeitgestaltung. Wir erwarten, dass unsere Bemühungen um ein gutes Miteinander in der Schule materiell und ideell von der Bildungsbehörde stärker unterstützt werden.
Für die GEW-Betriebsgruppe der Wilhelm-Kaisen-Schule Werner Bojert
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