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16.08.2009 Prekäre Arbeitsverhältnisse

von Jürgen Burger
„Als der Personalrat Schulen im Rahmen einer Erhebung von prekären Beschäftigungsverhältnissen recherchierte, stellte er fest, dass über 1000 Beschäftigte an den Schulen arbeiten, die nicht bei der Senatorin für Arbeit angestellt sind“, so beginnt der Artikel auf Seite 13. Folgende Bereiche sind davon besonders betroffen: Pädagogische MitarbeiterInnen, Feuerwehrlehrkräfte, persönliche Assistenzen. Mit Hilfe dieses „Instruments“ hat es die Bildungsbehörde im letzten Jahrzehnt fertig gebracht, die Schulzeit erheblich auszudehnen (Verlässliche Grundschule, Ganztagsschule) und die Zahl der Lehrkräfte gleichzeitig zu vermindern.

Seitenabschnitte:

 Prekaere_Arbeitsverhaeltnisse.pdf
 Vollständiger Artikel
zum Downloaden

Ziel von Gewerkschaft und Personalrat ist es, prekäre Arbeitsverhältnisse in reguläre umzuwandeln. Das liegt nicht nur im Interesse der Betroffenen, sondern ist auch im Sinne der Schulqualität notwendig. Gute Bildung braucht langfristige Perspektiven und ausreichende Bezahlung. Dies durchzusetzen ist nicht einfach. Zwei Faktoren wirken sich negativ aus:
Die Ausdehnung prekärer Arbeit ist eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung, die durch hohe Arbeitslosigkeit und neoliberale Arbeitsmarktpolitik („Agenda 2010“) massiv beschleunigt wurde.
Ein zweiter Faktor ist der drohende LehrerInnenmangel (siehe S. 4/5). Es besteht die Gefahr, dass schlecht bezahlte Arbeit mit niedrigem Qualifikationsniveau im Schulbereich zur Dauererscheinung wird. Um dies zu verhindern, sind eine schnelle Verbesserung und Ausdehnung der LehrerInnenausbildung und die Erhöhung der Attraktivität des Berufes notwendig.

Und nicht nur das: Auch die sozialpädagogische Arbeit an den Schulen bedarf hoher Qualitätsstandards. Mit der Weiterbildung von Pädagogischen MitarbeiterInnen zu ErzieherInnen konnte ein erster Schritt durchgesetzt werden. Weitere müssen folgen.

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