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Publikationen BLZ BLZ Archiv BLZ Oktober 2006 16.10.2006 Neue LehrerInnenausbildung | ||||||
| 16.10.2006 Neue LehrerInnenausbildung | ||||||
| von Bernd Winkelmann | ![]() | |||||||||
| Am 16. November 2006 werden MentorInnen und AusbildungskoordinatorInnen in Bremerhaven Bilanz ziehen. Gestützt auf einen Kriterienkatalog untersuchen sie, welche Auswirkungen die Neuordnung der LehrerInnenausbildung für die Schulen der Stadt hat. Die Beratung der einschneidenden Veränderungen ist auch für Bremerhaven keine Nebensache. Mit der Umstrukturierung der universitären Lehramtsstudiengänge auf das Bachelor/Master-Modell absolvieren Studentinnen und Studenten die erweiterte Zahl ihrer Praktika in den 37 Schulen. Weiterhin erfolgt eine Ausbildung in der zweiten Phase. Insgesamt zirka 90 Referendarinnen und Referendare befinden sich durchgängig im Bremerhavener Hauptseminar, das alle Schulstufen umfasst. Konstituierend für die Umgestaltung des Referendariats ist eine stärkere Verantwortung der Schulen in diesem Prozess. Dies bedeutet konkret, dass mindestens 217 Ämter zur Koordination und konkreten MentorInnen-Unterstützung zu vergeben waren. Inhaltliche Entwicklungen und die personellen Konsequenzen waren Anlass genug, diese Thematik genauer zu untersuchen. Um zunächst Intentionen und konkrete Regelungen der neuen LehrerInnenausbildung zu verdeutlichen, führte der Stadtverband im vergangenen Schuljahr zwei Veranstaltungen durch: - So trug Frau von Ilsemann, Senator für Bildung, die Grundzüge der veränderten Ausbildungsordnung vor und - MentorInnen und Ausbildungskoordinatoren berieten über Erfahrungen aus der Sicht von Schulen, die diese in den ersten Monaten unter den nunmehr gültigen Bedingungen gemacht hatten. Die Praxisberichte verdeutlichten, dass einige Fragenkomplexe im Mittelpunkt der schulischen Umsetzung stehen: - Welche Aufgaben haben die Ausbilder in den Schulen konkret? - Wie steht es um die Fortbildung der KollegInnen aus den Schulen; ist diese verbindlich, nötig, hilfreich? Unter welchen Bedingungen erfolgt sie? - Wie organisieren die Schulen einen erfolgversprechenden Ablauf ihres Ausbildungsanteils; wo sind organisatorische Möglichkeiten und Grenzen erkennbar? - Wie ist die Zusammenarbeit mit der Universität und dem LIS geregelt? - In welchem Verhältnis stehen die neuen Konditionen zu unserem Anspruch, eine gute Ausbildung weiterhin realisieren zu wollen? - Welche Auswirkung hat die Tatsache, dass die Referendarinnen und Referendare durch eine Erhöhung des bedarfsdeckenden Unterrichts von 8 auf 10 Stunden einen Teil ihrer Ausbildung selber „finanzieren“ müssen? Um diesen und weiteren Fragen inhaltlich fundiert auf die Spur kommen zu können, wurde ein Kriterienkatalog verabschiedet, der den Schulen eine Hilfestellung bei der Analyse ihrer Ausbildungssituation geben soll (siehe Kasten). Grundlage dieser Kriterienentwicklung ist eine Gegenüberstellung der wesentlichen Komponenten von alter und neuer Ausbildungsordnung für die zweite Phase, die im Internet und als Stadtverbandsinfo 8/9 2006 veröffentlicht wurde. Die mit der Ausbildung befassten Kolleginnen und Kollegen in Bremerhaven sind nun aufgefordert, im Sinne einer soliden Bestandserhebung die Fakten ihrer Schule zu sammeln. Ziel der Veranstaltung am 16. November,15.30 Uhr in der Aula der Goetheschule soll es sein, Anspruch und Wirklichkeit der neuen LehrerInnenausbildung aus dem Blickwinkel der beteiligten Schulen zu bewerten. Eine große Zahl an Rückmeldungen macht die dabei gewonnenen Daten stichhaltiger. |
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