| In der morgigen Deputationssitzung soll mit mehreren Vorlagen des Senators für Bildung die Arbeitszeit der Lehrkräfte weiter erhöht werden. | 
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| Die Kürzung der Altersermäßigung Die Altersermäßigung bei den Pflichtstunden wird um drei Jahre nach hinten geschoben (mit 58 eine Stunde weniger, mit 60 zwei Stunden). Dies ist der niedrigste Stand, den die Altersermäßigung je hatte. Noch vor 10 Jahren unterrichteten Lehrkräfte ab 55 zwei Stunden weniger. Da vor zwei Jahren gleichzeitig die Altersteilzeit für Beamte ersatzlos gestrichen wurde, verschlechtert sich die Arbeitssituation älterer Lehrkräfte dramatisch. Dies wird zu einem deutlichen Anstieg der Frühpensionierungen führen. Durch die Altersteilzeit war es in den Jahren 1999-2002 gelungen, das durchschnittliche Pensionierungsalter von 59 auf 62 Jahre anzuheben. Wer hohen Krankenstand und anwachsende Anträge auf Frühpensionierung vermeiden will, muss die Altersteilzeit wieder einführen und die Altersermäßigung unverkürzt bestehen lassen.
Die neue Dienstordnung für Lehrkräfte Gleichzeitig liegen in der Deputation mehrere Verordnungen vor, die eine Erhöhung der außerunterrichtlichen Arbeitszeit der Lehrkräfte zum Ziel haben. Die „Dienstordnung für Lehrkräfte“, die „Präsenzzeitverordnung“ und die „Fortbildungsverordnung“. Die 29 Paragraphen auf 18 Seiten lesen sich passagenweise wie die Hausordnung eines Wohnheims. Bis ins letzte Detail werden alle Dienstpflichten der Lehrkräfte aufgeführt. Die Bildungsbehörde redet von „selbstständiger Schule“ und gibt gleichzeitig ein Regelwerk heraus, das jedem preußischen Bürokraten Achtung abverlangt hätte. Der Zweck ist eindeutig: Überall dort, wo nach mehrmaliger Pflichtstundenerhöhung Aufgaben der Schulentwicklung und Fortbildung wegen Arbeitsüberlastung zu kurz kommen, sollen „Ordnungsmittel“ geschaffen werden, um neue Mehrarbeit anzuordnen. Obwohl Jahr für Jahr Stellen gestrichen werden, soll an den Schulen mehr als bisher stattfinden – eine Rechnung, die nicht aufgeht bzw. nur auf Kosten der Unterrichtsqualität und der Gesundheit der Lehrkräfte scheinbar aufgehen kann. Die GEW hat deshalb die Kollegien dazu aufgerufen, überall dort, wo neue Mehrarbeit angeordnet werden soll, im Interesse von Unterrichtsqualität, Betriebsklima, Gesundheit und (angesichts sinkenden Personalbestandes) realistischer Schulentwicklung solchen Plänen entgegenzutreten.
Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Burger Landesvorstandssprecher
GEW Bremen, Löningstr. 35, 28195 Bremen Tel. (0421) 337640 , Fax 3376430, E-mail: , Internet: http://www.gew-bremen.de
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