| C. Bernhard, Ch. Gloede-Noweck | |
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| | Gesamtelternbeirat von KiTa Bremen (GEB) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Bremen (GEW) fordern statt Beitragserhöhung die Aufstockung des Personals, die bedingungslose Öffnung von Feriendiensten und Ganztagsplätze für alle Kinder, auch von nicht-berufstätigen Eltern..
Während sowohl auf Bundes- als auch auf Länderebene die Beitragsfreiheit für Kitas im Rahmen von Familienförderung diskutiert wird, passt die Bremer Planung, die Beiträge für Kinderbetreuung zu erhöhen, wie die Faust aufs Auge und ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die geglaubt hatten, unter Jens Börnsen würde Politik wieder sozialere Züge annehmen.
„Familien sollten dringend unterstützt und frühkindliche Bildung als gesellschaftliche Aufga-be beitragsfrei sein“, sind sich GEB und GEW einig und fordern auch von der Familienministerin ein entsprechendes, Länder und Kommunen unterstützendes Finanzierungskonzept. Bremen konterkariere diese Diskussion mit seiner deutlichen Beitragserhöhung, die zahlreiche Eltern dazu triebe, ihre Kinder aus finanziellen Gründen nur noch halbtags anzumelden. Laut Deputationsvorlage seien weitere Erhöhungen durch eine sog. Verpreisung von Zusatzdiensten, wie Früh-, Spät- oder Feriendienste, zu erwarten, kritisieren Claudia Bernhard, Katharina Krieger (beide GEB) und Christian Gloede-Noweck (GEW) die Planungen schärfstens. „Bei der gegenwärtigen Empörung rechnen wir mit massiven Widerständen bis hin zum Beitragsboykott“, so die Elternvertreterinnen.
Dabei richte sich diese Empörung nicht nur gegen die Beitragserhöhung. In der neuen Standortplanung für die Stadtgemeinde Bremen wird akribisch nach Abbaupotenzial gefahndet. Mit Verweis auf sinkende Kinderzahlen würden auf dem Reißbrett Kita-Schließungen vorbereitet; und diese offensichtlich vorrangig beim städtischen Träger. Dies verunsichere nicht nur El-tern, sondern auch die Beschäftigten. „Anstatt endlich die Betreuungsrelationen in den Kitas zu erhöhen, diskutiert Bremen die Schließung von Einrichtungen“, kritisieren die Elternvertreterinnen.
Die Realität in bremischen Kitas hat mit dem auf viel Papier beschriebenen Rahmenplan frühkindlicher Bildung und der damit versprochenen Qualität wenig zu tun. Ein weiteres Beispiel dafür sei die Bildung von „Schwerpunkteinrichtungen“ für Kinder mit Förderbedarf. Das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern würde beschnitten, da nur noch ca. 1/3 aller Kitas für eine Förderung in Frage kämen. Die dort vorgesehene erhöhte Grundausstattung ginge zu Lasten der "Regel-Kitas", da das Budget insgesamt nicht erhöht würde. Dies führe zu schlechteren Lern- und Entwicklungsbedingungen insbesondere von Kindern mit leichteren Entwicklungsverzögerungen, befürchten GEW und GEB. Weniger Differenzierungsmöglichkeiten und Förderung, weniger Flexibilität beim Personaleinsatz, mehr Notdienste und insgesamt eine höhere Belastung von Kindern und KollegInnen seien die Folge.
Ein weiteres Beispiel stelle die geplante Umstrukturierung der ErzieherInnen-Ausbildung dar: Das bezahlte Anerkennungsjahr soll wegfallen, die Ausbildung insgesamt weniger Praxis erhalten. Dies führe zu weniger Kontinuität in den Kitas, zu stärkeren Belastungen für Kinder, zukünftige ErzieherInnen und AnleiterInnen. Bremen müsse dagegen Wege beschreiten, die Qualität der Ausbildung grundsätzlich anzuheben, wie es mit dem gemeinsamen Studiengang Bildungswissenschaften (Lehramt und Kita) an der Uni Bremen begonnen wurde. Dazu gehöre aber auch, den AbsolventInnen Arbeitsplätze mit entsprechender Vergütung anbieten zu wollen. Ohne eine wissenschaftliche Ausbildung wird es nicht gelingen, die universitäre Forschung im Bereich frühkindlicher Bildung zu nutzen. Dies sei aber für die weitere Entwicklung von Kindertagesstätten unverzichtbar, betonen die Eltern- und Gewerkschaftsvertreter.
Es wird eingespart, abgebaut und gestrichen, anstatt angesichts der dringend notwendigen Qualitätserhöhung mehr in die Bildung und Erziehung von Kindern zu investieren. Damit verbaue Bremen die Zukunftschancen der Kinder. Gegen die Erkenntnis, die soziale Herkunft nicht zum Kriterium für Bildungschancen zu machen, werden hier Kinder letztlich selektiert. Das ist unverantwortlich und kurzsichtig. Vor dem Hintergrund, dass Bremen bereits seit längerem am Tabellenende der Ausgaben für frühkindliche Bildung steht, aber führend in der Kinderarmut, seien die geplanten Vorhaben nicht nur unsozial sondern bildungspolitisch fatal!
Längst überfällig seien die Bemühungen, die Kapazitäten der Betreuung 0-3jähriger Kinder auszubauen. Eltern wie Gewerkschaft seien sich aber darin einig, dass auch hier die Qualität der Bildung und Zugang für alle Kinder eine vorrangige Rolle spiele.
„Wir fordern im Gegensatz zu aktueller Standortplanung, Beitragserhöhung und der Auflösung der Integrationsgruppen
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