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16.02.2009 Interkulturelle Bildung

von Jürgen Burger
Die Anregung zu diesem Themenschwerpunkt kam aus dem Schulentwicklungsausschuss. Wie jedes gängige Reformpapier enthält der neue Schulentwicklungsplan einen Abschnitt über MigrantInnenförderung. Allerdings ist dieser recht unkonkret – zur Vertiefung wurde für Ende Januar 09 ein Fachgespräch angekündigt, in dem vor allem die Rolle des Muttersprachenunterrichts genauer geklärt werden sollte. Jetzt, Anfang Februar, gibt es dafür noch keinen anberaumten Termin, während andere Teile des Schulentwicklungsplanes, die der Etablierung eines Zwei-Säulen-Modells dienen, mit Hochdruck bearbeitet werden. Sollte dieser Umstand für den künftigen Stellenwert der MigrantInnenförderung symptomatisch sein? Das wäre allerdings fatal.

Seitenabschnitte:

Wer in einer der vielen Stadtregionen mit hohem MigrantInnenanteil unterrichtet und täglich sieht, welche Potenziale durch mangelnde Fördermöglichkeiten verschleudert werden, kommt immer mehr zu dem Schluss: Wenn auf diesem Gebiet nichts Grundlegendes geschieht, wenn hier nicht Kompetenzen gebündelt und Investitionen getätigt werden, dann kann man die PISA-Tests noch 20 Jahre fortführen, ohne dass sich etwas ändert.

In den folgenden Beiträgen wird genauer aufgezeigt, was geschehen muss. Zwei Grundgedanken werden dabei immer wieder genannt:

  • Mehrsprachigkeit ist als Chance zu sehen, und nicht als Makel.
  • MigrantInnenförderung erschöpft sich nicht in der Alphabetisierung, sondern bleibt eine Aufgabe bis zum Ende der Sekundarstufe II.

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