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Publikationen BLZ BLZ Archiv BLZ Juli/August 2009 16.08.2009 In Bremen und Bremerhaven droht ein ... | ||||||
| 16.08.2009 In Bremen und Bremerhaven droht ein Lehrer- und ErzieherInnenmangel | ||||||
| Schlussfolgerungen der GEW Bremen aus der Bedarfsstudie zum Erzieher/innen- und Lehrer/innenbedarf von Prof. Dr. Klaus Klemm für die norddeutschen Bundesländer | ||||||||||||||||||
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| I. Lehrkräfte | ||||||||||||||||||
| 1. Universität Es entscheiden sich zu wenige junge Menschen für den Beruf der Lehrerin bzw. des Lehrers. Legt man die Zahl der Pensionierungen und der politischen Versprechen („kein Stellenabbau – Demografierendite nutzen“) zu Grunde, so reicht das Ausbildungsvolumen schon an der Universität nicht aus. Dies verweist auf die mangelnde Attraktivität des Berufes, aber auch auf die Ausbildungsbedingungen der ersten Phase. Schlussfolgerungen: a) die Universität muss ein vollständiges Ausbildungsangebot für alle Fächer und alle Schulstufen vorhalten. So sind die Studiengänge Sport und Behindertenpädagogik wieder zu eröffnen und auch in geisteswissenschaftlichen Fächern keine weiteren Studienplätze abzubauen; b) die Studienbedingungen sind so zu verbessern, dass die (bundesweit) durchschnittliche Abbrecherquote von 40% gesenkt wird; dies bedingt verbesserte Lernbedingungen von der Veranstaltungsgröße an der Uni bis zur BaFög-Zuweisung; c) Studierende in der Bachelorphase, die verschiedene Berufsoptionen haben, müssen gezielt für den Lehrerberuf geworben werden. Die Universität Bremen muss sich wieder als lehrerbildende Uni profilieren. Die Masterausbildung muss für alle Schulstufen 2 Jahre betragen. 2. LIS Das Referendariat kann seine Aufgabe als wissenschaftlich fundierte Vorbereitungszeit für die Schulpraxis derzeit nur bedingt erfüllen. Die Verlagerung von Ausbildungsleistungen an die Schulen erhöht dort den Arbeitsdruck für Mentoren und Referendare. Die Ausbildung des LIS ist durch gekürzte Ressourcen eingeengt. Schlussfolgerungen: a) die Zahl der Ausbildungsplätze im LIS ist zu erhöhen – unter qualitativ orientierten Ausbildungsbedingungen, dazu gehören: b) die Senkung des bedarfsdeckenden Unterrichts von zehn auf sechs Stunden; c) ein schnellerer Zugang zur zweiten Ausbildungsphase für alle Fächer. Ein Eintritt in den Ausbildungsdienst des Landes entfaltet „Haltekräfte“; dies ist insbesondere für stark nachgefragte Fächer, aber auch für manche Region von Bedeutung. Vieles hängt natürlich an der Qualität der Ausbildung: Schule und LIS müssen dafür und zur (praxisorientierten) Zusammenarbeit mehr Zeit bekommen und den Referendaren muss mehr Muße zugestanden werden, berufsbezogene Kompetenzen zu erwerben. – Und es hängt am Geld: Eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung auf 1.600 € würde die vielfältigen Bemühungen erheblich stützen. 3. Schulen Nur mit einem Maßnahmenbündel, dessen Realisierung zusätzlich Geld kosten wird, kann es gelingen, dem sich abzeichnenden Lehrkräftemangel an den Schulen erfolgreich zu begegnen. Dabei drängt die Zeit. Neben mittelfristigen Maßnahmen fordert die GEW ein Sofortprogramm, das insbesondere für den Doppelhaushalt 2010 / 11 zum Tragen kommt (zu den Einstellungsbedarfen siehe Gutachten Klemm). Schlussfolgerungen: a) Die „Humanisierung“ der Lehrerarbeit hat auch hier i.S. einer Attraktivitätssteigerung Vorrang.: die Pflichtstundenzahl ist zu reduzieren, die außerunterrichtlichen Tätigkeiten sind auf die Gesamtarbeit anzurechnen, die Arbeitsbedingungen für JunglehrerInnen sind gezielt zu verbessern, Sonderzahlungen wieder zu gewähren und Altersteilzeit ist unter den „alten“ Konditionen zu gewähren; b) Ein Seiteneinsteigerprogramm für Hochschulabsolventen außerhalb des Lehramtes ist aufzulegen, das den Erwerb einer pädagogischen Zusatzqualifikation bei voller Bezahlung beinhaltet; c) KollegInnen mit derzeit vermeintlich „falschen“ Qualifikationen (Fächer, Stufe) sollte gezielt ein Weiterbildungsangebot gemacht werden. Dies gilt gerade auch für ReferendarInnen nach erfolgreicher zweiter Prüfung ohne direkte Übernahme in den Schuldienst; deren getroffene Entscheidung zu Gunsten eines pädagogischen Berufes sollte man nutzen. Derzeit gibt es Vorschläge, osteuropäische KollegInnen einzuwerben. Mit solchen Ideen sollte man vorsichtig sein: Die Ausbildungskosten werden den anderen Ländern überlassen, die qualifizierten Kräfte für den deutschen Arbeitsmarkt „abgeschöpft“. Schnell kommt der Hauch eines neuen Kolonialismus auf ... die Problematik auf dem deutschen Teilarbeitsmarkt „Schule“ wird damit nicht gelöst. | ![]() ![]() | |||||||||||||||||
| II. ErzieherInnen/pädagogisches Personal in Kitas | ||||||||||||||||||
Schlussfolgerungen:
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| Landesvorstandssprecher Elke Baumann Christian Gloede-Noweck Bernd Winkelmann GEW Landesverband Bremen, Löningstr. 35, 28195 Bremen tele 0421-33764-0, fax 0421-33764-30, email info (at) gew-hb.de | ||||||||||||||||||