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03.06.2010 Gute Schule braucht gute Arbeitsbedingungen!

GEW ruft Beschäftigte an Schulen zur Protestkundgebung vor der Bildungsdeputation auf

Donnerstag | 3. Juni | 14.15 Uhr | Bildungsbehörde

Die GEW hat in den letzten Monaten immer wieder betont dazu beitragen zu wollen, Schule und Unterricht zu verbessern. Allerdings sind dazu auch Arbeitsbedingungen notwendig, die eine erfolgreiche Bewältigung der neuen Aufgaben ermöglichen. Dazu gehört neben besserer räumlicher Ausstattung und der Bereitstellung zeitgemäßer Unterrichtsmaterialien vor allem eine ausreichende personelle Ausstattung der Schulen.

Elke Baumann, Landesvorstandssprecherin der GEW, untermauerte auch die Forderungen nach Senkung der Klassenfrequenzen und Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung um mindestens eine Stunde: „Wir brauchen diese Verbesserung unserer Arbeitsbedingungen zumindest als ersten Schritt, damit uns ausreichend Zeit für Teamarbeit, Unterrichtsentwicklung und individuelle Förderung bleibt.“ Notwendig seien ebenso umfassende kollegiale und individuelle Fortbildungsangebote mit Freistellung zu den neuen Unterrichts- und Schulentwicklungen. Insbesondere dürfe die Einführung der Inklusion nicht zu Kürzungen in anderen Bereichen führen. Die Klassenfrequenz der „Inklusionsklassen“ sollte nach Auffassung der GEW auf 20 Kinder (sog. „16+4-Modell“) abgesenkt werden.
Im Kontext dieser Forderungen verwies Vorstandssprecher Christian Gloede-Noweck auf den zweiten Bildungsgipfel am 10.6. in Mainz. „Unsere Forderungen sind berechtigt und finanzierbar. Weiteres Sparen macht uns kaputt und geht zu Lasten der Lebensperspektiven von Kindern und Jugendlichen. Das Ziel, 10% des Bruttoinlandsproduktes für Bildung und Forschung einzusetzen, wie auch jüngst von der KMK beschlossen, muss in Mainz umgesetzt werden.“ Von Bürgermeister Böhrnsen fordere die GEW eine klare Positionierung in diese Richtung und ein klares Bekenntnis zu Mehrausgaben im Bildungsbereich.
„Wer eine gerechtere Bildungs- und Sozialpolitik will, kann und muss dafür Geld in die Hand nehmen.“
Anlässlich der nächsten Sitzung der Bildungsdeputation am 3. Juni ruft die GEW zu einer Protestaktion um 14.15 Uhr auf. Hier sollen die Forderungen noch einmal bekräftigt und über 1000 Unterschriften an die Bildungssenatorin übergeben werden.

Ansprechpersonen: Elke Baumann | Christian Gloede-Noweck | tele 0174-9790755 | VorstandssprecherInnen



 2010_6_3aufruf.pdf
 Aufruf zum
Ausdrucken und Verteilen

Auf der Personalversammlung am 11. Mai 2010 haben wir verabredet, dass wir uns vor der Bildungsbehörde treffen, um der Senatorin im Rahmen einer Deputationssitzung unsere Forderungen zu übergeben.
Diese Aktion wird vorbereitet mit der Unterschriftensammlung „Gute Schule braucht gute Arbeitsbedingungen“ (siehe unten stehende pdf).
Bis zur Aktion am 3. Juni sollten wir noch viele Unterschriften sammeln und Kolleginnen, Kollegen, Eltern und Bekannte für die Protestaktion mobilisieren.

 Unterschriftenliste_PV_Mai_2010.pdf
 

Deshalb: Unterschriften sammeln! Die Listen möglichst schon vorher an den Personalrat Schulen schicken (Emil-Waldmannstr. 3, 28195 Bremen; Fax 361-16291; pr-schulen [at] bildung.bremen.de ), damit die Unterschriften noch gezählt werden können. Notfalls auch zur Protestaktion mitbringen!





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