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16.05.2007 Große Störungen im Verhältnis von Schulen und Bildungsbehörde

Eine Befragung der Schulleitungsvereinigung Bremen offenbart großes Konflikt-potential im Bildungsbereich
Unklare Ziele, wenig Wertschätzung, keine Zeit und die Unzufriedenheit steigt, so lassen die Ergebnisse einer Umfrage unter stadtbremischen Schulleiterinnen und Schulleitern zusammenfassen, die der Schulleitungsverband durchgeführt hat.
Die Erhebung wurde von insgesamt 63 stadtbremischen Schulen beantwortet, das entspricht gut 40% der Schulen.

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Das Ergebnis offenbart eine insgesamt schlechte Stimmungslage zwischen der Behörde und den Schulleitungen. So äußerte fast die Hälfte der Befragten, dass die von der Behörde eingeforderten Jahresplanungen selten oder nie angemessen mit ihnen besprochen würden. Insgesamt zeigt sich ein eher gegnerischer Kontext zwischen diesen beiden sehr wichtigen Ebenen der Schulgestaltung statt eines wertschätzenden.

Ebenso kritisch stellt sich das Ergebnis in Hinblick auf die Zielsetzungen bremischer Schulpolitik dar. Über 70 % der Schulleitungen erklärten, dass die im Schulprogramm vereinbarten Maßnahmen selten oder nie materiell angemessen abgesichert sind, drei Viertel der Schulleiter/innen konnten selten oder nie eine Klarheit bei den Zielen der bremischen Bildungspolitik erkennen, eine fast genauso große Anzahl stellte fest, selten oder nie Planungssicherheit in Hinblick auf die Entwicklung ihrer Schule zu sehen.

Das neue Schulverwaltungsgesetz, das mit der Absicht der Verbesserung der Stellung der Schulleitungen eingeführt wurde, hat diesen Effekt aus der Sicht der Schulleitungen nicht gehabt. Über die Hälfte der befragten Schulleiter/innen sagten aus, dass ihre Gestaltungsmöglichkeiten mit dem neuen Gesetz selten oder nie zugenommen haben.
Als besonders dramatisch wird die Zeitknappheit in den Schulen gesehen. Über 80 % beklagten die zu geringe Ausstattung mit Verwaltungspersonal, zwei Drittel stellten fest, dass sie keine ausreichende Zeit für die Konfliktbewältigungen in den Schulen haben.

"Das Ergebnis offenbart einen besorgniserregenden Zustand zwischen zwei wesentlichen Gestaltungsebenen im bremischen Bildungswesen" kommentierte der Vorsitzende des Verbandes Helmut Zachau das Ergebnis der Umfrage. "Bei einem solchen Gegeneinander ist es schwierig, positive Impulse in die Schulen zu tragen, die dann zur besseren Dienstleistung Schule führen." 
Der Schulleitungsverband sieht eine wesentliche Ursache für das gespannte Verhältnis darin, dass die Rolle von Schulleitungen ganz unterschiedlich gesehen wird. Es ist keine durchgängige Klarheit darüber vorhanden, ob die Schulen durch eine enge Führung der Behörde oder ob eine eigenständige Schulorganisation unter professioneller Führung in weitgefasstem Rahmen gestaltet werden soll. Politisch wird die zweite Variante postuliert, die Schulleitungen erleben aber real eine enorme Regelungsdichte.

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