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16.06.2009 GEW unterstützt die Kritik von Eltern an der Durchführung von "Cito"

von Christian Gloede-Noweck
Die frühzeitige Sprachförderung von Kindern ist eine wesentliche Voraussetzung für weitere gelingende Bildungsprozesse. Darin ist sich die GEW mit der Bildungssenatorin völlig einig. Auch darin, das hier in Bremen in dieser Frage deutlich mehr getan werden muss.

Aber Sprachförderung muss in der Regel integrativer Bestandteil von Spiel- und Lernprozessen in den Kitas sein und nicht losgelöst durchgeführt werden in besonderen Fördergruppen. Dies gilt auch schon für die Feststellung möglicher Förderbedarfe. Fachkräfte in den Kitas müssen qualifiziert werden, diese Diagnostik zu leisten. Dazu sind keine räumlich ausgelagerten Tests nötig, die zudem noch von "Fremden" durchgeführt werden. Die GEW fordert, die im Rahmen von "Sprach-Sreenings" begonnenen Qualifizierungen zu intensivieren und Kitas personell qualifizierter auszustatten. Sprachförderbedarf kann bei der Personalbemessung dann ein Kriterium sein.

Gute frühkindliche integrative Bildungsprozesse gilt es gerade vom öffentlichen Träger sicherzustellen. In diesem Zusammenhang fordert die GEW, die Feststellung und Durchführung von Sprachförderung in den Kitas zu belassen und nicht an die Schulen zu delegieren. "Hier muss Senatorin Rosenkötter mit ihrer Kollegin Jürgens-Pieper noch einmal in die Auseinandersetzung. Es ist nicht einzusehen, dass vierjährige Kinder zu Sprachtests in die Schule zitiert und von KollegInnen geprüft werden, die die Kinder gar nicht kennen. Die entsprechenden Kompetenzen und personellen Ressourcen müssen in den Kitas ausgebaut werden," fordert Christian Gloede-Noweck, Landesvorstandssprecher der GEW Bremen. Auch von der Geschäftsführung von Kita Bremen erwarte die GEW eine klare diesbezügliche Positionierung.

Im übrigen, so Gloede-Noweck weiter, hätten auch die unzähligen schulischen Tests in den letzten Jahren über PISA, TIMS, VERA, etc. nicht zu nachhaltiger Bildungsverbesserung und Chancengleichheit beigetragen. Die Skepsis von Eltern ist daher angebracht.

Landesvorstandssprecher
Elke Baumann
Christian Gloede-Noweck
Bernd Winkelmann

GEW Landesverband Bremen, Löningstr. 35, 28195 Bremen
tele 0421-33764-0, fax 0421-33764-30, email info (at) gew-hb.de

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