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Aktuelles Pressemitteilungen Archiv der Pressemitteilungen 2011 12.12.2011 GEW gegen weitere Beschädigungen un... | ||||||
| 12.12.2011 GEW gegen weitere Beschädigungen und Zerschlagungen in der Sekundarstufe II | ||||||
| Die GEW protestiert gegen zwei aktuell geplante Verschlechterungen an den bremischen Oberstufen sowohl bei den Berufsschulen als auch bei den gymnasialen Oberstufen. | ||||||||||||
| Mit dieser beabsichtigten Politik setzt die Bildungssenatorin nach der Einrichtung von Mini-Oberstufen zu Lasten der bestehenden Oberstufen und den Stundenkürzungen dieses Schuljahres ihre verhängnisvollen Maßnahmen gegen die Oberstufen fort. |
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| 1. Oberstufenzentren werden zerschlagen und Berufsausbildungen beeinträchtigt | ||||||||||||
| Die Bildungssenatorin plant, die Schulzentren der Sekundarstufe II in Walle und Blumenthal in dieser Form zu zerschlagen und die Abteilungen in andere Gebäude umzusiedeln. Sie setzt damit ihre auch finanziell aufwändige Politik fort, die Schulzentren der Sekundarstufe II mit berufs- und allgemeinbildenden Abteilungen in der Stadt Bremen abzuschaffen. Mögliche und bestehende Kooperationen von Allgemein- und Berufsbildung werden im Gegensatz zu Bremerhaven hier mit dem Zweck aufgegeben, das Schulmodell der Senatorin von durchgängigen Oberschulen und Gymnasien ohne Berufsbildung durchzusetzen. Die GEW schließt sich der Aussage des Arbeitskreises der Schulleitungen der Berufsschulen an, dass die Beruflichen Schulen zum Steinbruch für die Umsetzung der Bildungspolitischen Ziele der Bildungssenatorin gemacht werden sollen. Die beabsichtigten räumlichen Veränderungen gehen zu Lasten der Qualität und sind gleichzeitig eine Geldverschwendung nach dem fächergerechten Ausbau der Schulen für die Berufsausbildung. Eine demokratische Beteiligung und die Mitbestimmung der betroffenen KollegInnen, Eltern und SchülerInnen an den Planungen hat es nicht gegeben. Werden für weitere Ganztagsschulen in der Sekundarstufe I zusätzliche Räume benötigt, so sind die dafür notwendigen Baumaßnahmen zu finanzieren. Keinesfalls darf eine solche Maßnahme zu Lasten anderer Schulformen gehen! Die GEW fordert die Bildungssenatorin und die Deputation für Bildung auf, die bisher vorgesehenen Planungen nicht zu beschließen, sondern im Rahmen einer demokratischen Beteiligung den Bedürfnissen aller Schulen nachzukommen. | ||||||||||||
| 2. Änderungen der gymnasialen Oberstufe gehen zu Lasten der Qualität und der Arbeitsbelastung | ||||||||||||
| Die geplanten Änderungen bei der gymnasialen Oberstufe schränken die Wahlmöglichkeiten und das Angebot ein. Die reformierte Oberstufe mit wählbaren Fächern und Profilen wird so abgeschafft. In der aktuellen Planung dürfen die Klassenverbände des 1. Jahrgangs der Oberstufe, der Einführungsphase, keinen Bezug zu den späteren Profilkursen haben, obwohl eigentlich darauf vorbereitet werden soll. Einen Teil der Profilfächer der Qualifizierungsphase im 2. und 3. Jahr lernen die SchülerInnen erst nach ihrer Wahl kennen und können nicht mehr wechseln. Außerdem bedeuten die vorgesehenen Änderungen für viele SchülerInnen einen zusätzlichen mehrfachen Lehrer - und Fächerwechsel. Gleichzeitig erhöht sich für viele Lehrkräfte die Arbeitsbelastung, denn sie müssen aufgrund von Stundenkürzungen in ihrem Fach wahrscheinlich zukünftig mehr Kurse unterrichten. Damit verschlechtert sich aufgrund der erhöhten SchülerInnenzahlen die Qualität der Betreuung. Die Korrekturbelastung steigt. Die GEW fordert die Möglichkeit für die Schulen zu schaffen, die Eingangsphase der gymnasialen Oberstufe so zu gestalten, dass die Wahlfreiheit in der Profiloberstufe erhalten bleibt bzw. wiederhergestellt wird und eine Vorbereitung auf die Profile auch für Fächer erfolgen kann, die nicht zu den sogenannten „Kernfächern“ gehören. | ||||||||||||
| Landesvorstandssprecher Harry Eisenach Christian Gloede Bernd Winkelmann GEW Landesverband Bremen | Bahnhofsplatz 22-28 | 28195 Bremen tele 0421-33764-0 | fax 0421-33764-30 | email info (at) gew-hb.de | ||||||||||||