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22.11.2005 GEW empört über Deputationsvorlage zur Notenbefreiung

Die Meldung, die Deputation für Bildung würde am kommenden Donnerstag auf Vorschlag des Bildungssenators nur einem von 26 Anträgen auf „Notenbefreiung in der Grundschule“ stattgeben, stößt bei der GEW auf heftige Kritik.
Schon in der Vergangenheit hatte die Bildungsgewerkschaft die Abschaffung von klassischen Zensuren zu Gunsten von Lernentwicklungsberichten gefordert. Erst im vergangenen Jahr gelang es nach massiven Protesten, den zunächst von der Behörde geforderten Umfang der Leistungsdokumentationen stark zu reduzieren und weitere Anträge auf Notenbefreiung zuzulassen.

Die sich nun abzeichnende Verweigerung der Deputation im Hinblick auf 25 Anträge zeugt von einer ungeheuren Ignoranz gegenüber der pädagogischen Arbeit dieser Schulen in Bremen und Bremerhaven. Die Anträge sind konzeptionell unterlegt und nehmen Entwicklungen bildungspolitisch erfolgreicher Länder sowie Empfehlungen der Bremer Grundschulexpertise von 2004, die ausdrücklich auf die Gefährdung individueller Lernprozesse durch Ziffernnoten hinweist, auf.
Die Haltung des Senators ist inhaltlich nicht zu begründen und stellt einen bildungspolitischen Affront dar.

Die GEW fordert die Deputierten auf, entgegen dem Vorschlag des Senators allen Anträgen stattzugeben. Nach erfolgter Entscheidung in der Deputationssitzung wird der Landesvorstand der GEW die Situation beraten und entsprechende Konsequenzen ziehen.



Bernd Winkelmann, Christian Gloede-Noweck
Landesvorstandssprecher

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