| Der Beschluss der gestrigen Deputationssitzung , nur einen von 26 Anträgen auf Notenbefreiung aus den Grundschulen zu bewilligen, stößt bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft auf massive Kritik. | 
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| Die mit der Beschlussfassung verbundene Ankündigung des Bildungssenators, den Zensurenstreit in den Grundschulen durch eine stärkere Berücksichtigung des Elternwillens beizulegen, ist angesichts der Ablehnung der gemeinsam mit den Elternvertretungen erarbeitenden Anträge bisher nur eine hohle Phrase.
Die Bildungsgewerkschaft unterstützt die Grundschulkollegien in ihrer Ablehnung von Zensuren, so GEW-Sprecher Christian Gloede-Noweck. Die GEW befindet sich damit im Einklang mit allen Bildungswissenschaftlern und Lerntheoretikern sowie den Empfehlungen der Bremer Grundschulexpertise von 2004, die ausdrücklich auf die Gefährdung individueller Lernprozesse durch Ziffernnoten hinweise. „Es geht darum, in der Schule individuelle Lernanreize zu schaffen, anknüpfend an den jeweiligen Entwicklungsniveaus der Kinder, nicht um die Zementierung eines aktuellen Lernstandes durch Zensuren.“ Lernentwicklungsberichte können dieses leisten und Kindern eine notwendige Lernmotivation über den Unterricht hinaus vermitteln.
Wenn Senator Lemke und die Mehrheit der Bildungsdeputierten, nun aus rein parteitaktischen Gründen die berechtigten Interessen der Betroffenen ignorieren und statt dessen ideologische Scheingefechte auf dem Rücken von Kindern führen, so zeugt das von einer ungeheuren Lernverweigerung beim Aufnehmen der guten Argumente der ausgewiesenen Bildungsexperten, so Gloede-Noweck weiter. Die GEW werde alle unterstützen, die sich dieser Zeugnisverordnung widersetzten.
Christian Gloede-Noweck Landesvorstandssprecher
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